Alkohol verboten beim Lorcher Faschingsumzug 

+
Die Lorcher Fasnetgesellschaft
  • schließen

Der Lorcher Gemeinderat verbietet Branntwein beim Faschingsumzug am 4. Februar.

Lorch. Leere Flaschen rollen übers Pflaster, johlende Gruppen bedrängen Umzugsteilnehmer am Rand der Strecke: Ärgerliche Szenen, wie sie bei Faschingsumzügen leider vorkommen. So in der Vergangenheit auch in Lorch. Mit einer Polizeiverordnung eigens für den Umzug durch die Innenstadt am 4. Februar will der Gemeinderat dem erneut einen Riegel vorschieben. Denn bereits im Jahr 2020 hatten Stadt, Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und der Veranstalter, die Lorcher Fasnetgesellschaft, beschlossen, dass in die Innenstadt kein Branntwein mitgebracht werden darf. Und zwar während der Gaudiwurm durch die Straßen zieht und während der Party hinterher. „Das war eine sehr, sehr gute Sache“, berichtete Hauptamtsleiter Oliver Tursic in der Ratssitzung von den Erfahrungen vor drei Jahren: „Alles sei sehr viel besser abgelaufen.“

Mit dem Verbot hätten Polizei und Ordnungsdienst vor Ort die Möglichkeit, Personen zu kontrollieren und widerrechtlich mitgebrachte Alkoholika zu beschlagnahmen. Geldbußen von 5 bis 1000 Euro sind theoretisch möglich, steht im Text der Verordnung. Sie gilt am Samstag, 4. Februar, von 12 bis 22 Uhr.

Und zwar in der Innenstadt, grob gesagt, südlich von der Stadtkirche bis zur Stadthalle und Grundschule. Östlich endet der Geltungsbereich etwa am Kreisverkehr an der Poststraße. Eine Karte zeigt in diesem Bereich acht Standorte, an denen Besucher auf die Umzugsstrecke eingelassen werden.

In der Begründung zur Verordnung heißt es, dass „ein milderes Mittel nicht ersichtlich“ ist. Also dass die Verordnung erforderlich sei, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten: „Auch der Einsatz von mehr Polizeibeamten würde, wie in der Vergangenheit gesehen, nicht zu dem Ergebnis führen, dass der übermäßige Alkoholkonsum und die Folgen ausblieben.“ Wenn meist Jugendliche „exzessiv Alkohol“ konsumieren, seien auch Einsätze von Rettungskräften nötig. Diese gestalteten sich wegen der vielen Menschen vor Ort aber schwierig. ⋌Cornelia Villani

Zurück zur Übersicht: Stadt Lorch

Kommentare