In Lorch sind jetzt die Bürger gefragt

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Stadtentwicklung Lorch
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Lorch arbeitet an einem Stadtentwicklungsplan und möchte die Bürgerschaft daran beteiligen. Nun stehen die Termine für Auftaktveranstaltung und drei Bürgerbeteiligungsforen fest.

Lorch

Ein roter Faden für Lorch sei der Stadtentwicklungsplan, hatte Bürgermeisterin Marita Funk vor dem Gemeinderat im März dieses Jahres gesagt. „Ein Leitfaden dafür, wie wir in Lorch künftig leben wollen.“ Zusammen mit Gemeinderat und Bürgerschaft möchte die Verwaltung Themen auswählen, die die Klosterstadt bis ins Jahr 2035 prägen sollen. Dabei gehe es neben Städtebau und Wohnen beispielsweise um Familien, Einzelhandel, Gewerbe, Verkehr und Klimaschutz. Nun stehen die Termine für die geplante Bürgerbeteiligung fest.

In einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 13. Oktober, um 18 Uhr in der Remstalhalle in Waldhausen werde der Plan erklärt. „Was ist das, wofür wird dieser benötigt, was sind die Schwerpunkte und wie läuft die Beteiligung ab“, klärt Marita Funk über den inhaltlichen Ablauf auf. Danach sind drei weitere Termine angesetzt, an denen Bürgerinnen und Bürger sich einbringen können. Am Mittwoch, 20. Oktober, um 18 Uhr in der Stadthalle Lorch dreht sich alles um die Kernstadt Lorch. Am Donnerstag, 28. Oktober, um 18 Uhr in der Remstalhalle stehen die Teilorte Waldhausen und Weitmars im Mittelpunkt. Und um Ober- und Unterkirneck, Rattenharz und die Gehöfte geht es am Mittwoch, 10. November, um 18 Uhr im Dorfhaus Unterkirneck.

„Tausend Themen“

„In diesen Planungswerkstätten wird dazu aufgerufen, Ideen, Aufgaben und Ziele für das Gesamtgefüge zu diskutieren und zu sammeln.“ Die Bürgermeisterin wünscht sich, dass viele Menschen teilnehmen, am liebsten aus allen Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Hintergründen. „Wir wollen gemeinsam auf die Zukunft schauen“, sagt sie, „dafür braucht es eine breite Beteiligung“. Es gebe schließlich „tausend Themen“, die den Menschen wichtig sind. „Das beginnt beim Handyempfang oder dem Nahverkehr, geht über mehr Einrichtungen für Jugendliche oder Wohnungen für Senioren bis zu Verbesserungen im Straßenverkehr.“

Verwaltung und Gemeinderat haben festgelegt, dass eines der vielen Themen die städtebauliche Weiterentwicklung von Waldhausen sein wird. Der Entwicklungsprozess im Teilort werde als Grundlage dienen, um diesen ins Landessanierungsprogramm aufnehmen lassen zu können. Ähnlich wie in Lorch-Süd, wo geförderte Maßnahmen im vergangenen Jahrzehnt für neue Verkehrswege und sanierte Häuser gesorgt hatten, könnten sowohl die Stadt als auch private Hausbesitzer profitieren. Dabei gehe es in erster Linie um den Ortskern Waldhausens, hatte Funk betont.

Aus dem Gemeinderat wird zu diesem Thema immer wieder ins Spiel gebracht, das Areal rund um das Rathaus in der Bahnhofstraße umzustrukturieren. Womöglich wird die Ortsverwaltung von dort sogar verlegt. Nämlich in das geplante Bürgerzentrum bei der Waldhäuser Grundschule. Die Ausschreibung der Pläne zumindest für eine Kita an der Stelle hat der Gemeinderat im Juli gebilligt. „Über den Ausschreibungstext wird demnächst in der Klausurtagung des Gemeinderats nochmal gesprochen werden“, verrät Funk.

Nach der Bürgerbeteiligung hat das Fachbüro Zoll als Koordinator des Prozesses die Aufgabe, die eingebrachten Ideen darzustellen und aufzuarbeiten. Auch Verwaltung und Gemeinderat werden ihre Ideen sammeln und einbringen. Auf dieser Grundlage soll dann im Gemeinderat öffentlich diskutiert und der Plan letztendlich beschlossen werden. Planer Tom-Philipp Zoll hatte vor dem Gemeinderat prognostiziert, dass der gesamte Prozess des Stadtentwicklungsplans zwischen zwölf und 14 Monate dauern werde.

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