Lorch baut und feiert im Jahr 2022

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Lorch plant für das Jahr 2022 viele Baumaßnahmen und nimmt dafür rund elf Millionen Euro in die Hand. Hier sieht man die Innenstadt aus der Vogelperspektive, ebenso den Kellerberg und Weitmars. In der Ferne ist Waldhausen zu erkennen.
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Baugebiet, Breitband, Faulturm, Radweg und ein Jubiläum: Was die Klosterstadt für das Jahr 2022 auf dem Zettel hat.

Lorch

Mit rund 11,5 Millionen Euro will die Stadt in diesem Jahr so viel investieren wie nie zuvor. Ein neuer Höchstwert, kommentiert Kämmerer Daniel Bogner im Haushaltsentwurf: „Davon entfallen fast 80 Prozent auf Baumaßnahmen.“

Der größte Posten mit 1,6 Millionen Euro bezieht sich aber auf das neue Wohnbaugebiet. Der Kaufpreis der 2,3 Hektar großen Ackerfläche im Teilort Unterkirneck fließt nämlich erst in diesem Jahr ab, sagt Bürgermeisterin Marita Funk. Im Oktober hatte der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. „Die letzten Gutachten laufen aktuell noch zur Entwässerung und Lärmschutz.“ Bis spätestens im März will die Verwaltung den Entwurf mit Informationen zur Bebauung in den Gemeinderat einbringen.

Mit je einer Million Euro Kosten stehen sowohl der Neubau des Faulturms in der Kläranlage als auch der Ausbau des Breitbandnetzes auf der Agenda. Wo das Internet langsamer als 30 Megabit pro Sekunde läuft, soll nachgebessert werden. Danach kommen die Areale dran, in denen die Geschwindigkeit unter 100 Megabit pro Sekunde rangiert. Der Bau des neuen Faulturms soll im September 2022 beginnen. Die eine Million Euro „sind für die ersten Durchführungskosten“, sagt Funk, „sowie für Planungskosten, Abbrucharbeiten und Fundamentlegung“. Im März soll die Planung genehmigt, anschließend ausgeschrieben und vergeben werden. „Die Bauphase dauert relativ lange.“ Ein Schlusspunkt wird erst Mitte 2024 erwartet.

An der Lorcher Grundschule sind Arbeiten in Höhe von 400 000 Euro geplant. Neben der dringend notwendigen Sanierung der Elektrotechnik wurden größere Schäden unter anderem am Dach festgestellt. Die Elektroarbeiten hängen unmittelbar zusammen mit dem Einbau von flächendeckendem Internet in der Schule. Überhaupt möchte die Stadt mit weiteren 100 000 Euro jährlich bis 2024 die weitere Umsetzung des Digitalpakts an den Schulen vorantreiben.

Wettbewerb für Kita geplant

Für den Ideenwettbewerb für das Bürgerzentrum in Waldhausen samt Kita hat die Stadt 100 000 Euro auf dem Zettel. Auch erste Planungskosten sollen darin schon enthalten sein.

250 000 Euro stehen für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Obergeschoss des Dorfhauses Waldhausen bereit. Ein Thema, das seit Jahren im Raum steht. „Genaueres ist noch nicht bekannt“, dämpft die Bürgermeisterin die Erwartungen. Klar ist dagegen der Neubau des Rad- und Gehwegs zwischen Lorch und Weitmars. Mit dem Landkreis als Bauherr sei vereinbart, dass die Stadt die Arbeiten beauftragt. Von den Kosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro würden aber nur 65 000 Euro aus der Stadtkasse bezahl, sagt Funk.

Keine Fördermittel bekomme man dagegen für den dritten Bauabschnitt des Hochwasserschutzes am Götzenbach. 1,4 Millionen Euro werden die Maßnahmen zwischen Bahndamm und Ofengasse kosten.

STEP 2035 wird abgeschlossen

In 2022 wird auch der Stadtentwicklungsplan 2035 zum Abschluss kommen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Bürgerbefragung wird es nun wohl nicht geben, die Bürgermeisterin nennt als nächsten Termin die Klausurtagung des Gemeinderats. Im Juli folge die öffentliche Vorstellung des Gesamtplans, an dem sich die Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahren ausrichten soll.

Feiern wird Lorch in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Oria. Und zwar beim Lorcher Löwenmarkt vom 24. bis 27. Juni, der gleichzeitig die 50. Ausgabe des Stadtfestes sein wird.

Tanne in Oria pflanzen

Beim Festakt wird auch Orias Bürgermeisterin Maria Carone dabei sein, einen Gegenbesuch wird es im August geben. Außerdem ist unter anderem eine Foto-Ausstellung in Arbeit.

„Im Frühjahr wird der Lorcher Tannenbaum in Oria gepflanzt“, verrät die Rathauschefin. Die 2,50 Meter hohe Nordmanntanne ist das Geschenk der Klosterstadt und soll am Lorcher Platz stehen. Zur Einweihung des Oriaplatzes in 2019 hatte Bürgermeisterin Carone als Geschenk einen großen Olivenbaum im Gepäck gehabt.

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