Offene Türen für Lorchs Jugend

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Jana Huber (links) und Christine Trompisch bieten im Jugendtreff im Lorcher Bürgerhaus Programm für Sechs- bis 17-Jährige an. Foto: cop
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Jugendreferent Thomas Hägele berichtet im Lorcher Ausschuss über seine Arbeit. Etwa über die Jugendtreffs in Lorch und Waldhausen, die Christine Trompisch und Jana Huber leiten.

Lorch

Über die Jugendtreffs der Stadt, die Sozialarbeit an den Schulen und die Ganztagesbetreuung informierte Thomas Hägele den Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport.

Der städtische Jugendreferent erzählte unter anderem, dass es einen Personalwechsel im Jugendtreff Leo in Lorch und im Treff in Waldhausen gab. Christine Trompisch ersetzt seit Juni eine ausgeschiedene Mitarbeiterin. Die 32-jährige Sozialpädagogin leitet den Waldhäuser Treff alleine und den Lorcher zusammen mit Jana Huber.

Die beiden Frauen stehen an der Theke im „LEO“ im Lorcher Bürgerhaus. Am Nachmittag erwarten sie gut 15 Kinder und 18 Jugendliche, „so ist in etwa der Durchschnitt“, erzählt Jana Huber. Anmelden müsse sich niemand für das kostenlose Angebot: „Einfach vorbeikommen“, sagt die 23-Jährige.

Gibt es dann ein festes Programm, bei dem jeder mitmachen muss? „Nein, alles ist freiwillig“, erklärt Christine Trompisch. Wer wolle, könne einfach nur auf den Sofas lümmeln oder Tischkicker und Billard spielen. „Da rufen wir auch manchmal Turniere aus, die sind sehr beliebt.“ Trompisch erzählt, dass sie und Huber aber auch zum Basteln einladen: „Fensterfarben, Traumfänger, Malen mit Acrylfarben, wir haben einiges im Angebot.“ Dabei werde auch viel erzählt, mal über Liebeskummer oder Ärger in der Schule. „Auch dafür sind wir da.“

Immer wieder würden auch Brettspiele ausgepackt oder draußen im Sommer mit Wasserpistolen gespritzt. „Dafür eignet sich die Umgebung sehr gut“, sagt Jana Huber und meint den direkt vor der Tür gelegenen Remsgarten. Und wenn’s wirklich heiß ist, verlagert sich das Geschehen an die Rems, zur Abkühlung. Jetzt im Herbst stand Drachenbasteln auf dem Monatsplan, und zur Adventszeit fällt den Mitarbeiterinnen von Epia bestimmt auch etwas ein.

Bürgermeisterin Marita Funk informiert, dass die Stadt den Erlebnispädagogischen Anbieter Epia im Januar 2013 beauftragt habe, um die Jugendtreffs in der Stadt zu leiten. Wahrscheinlich gebe es den Jugendtreff im Bürgerhaus seit dessen Umbau im Jahr 1986, meint die Bürgermeisterin und liefert noch ein paar Zahlen: „Die Kosten für das Personal belaufen sich im Jahr 2022 auf 84000 Euro.“ Für etwa 2500 Euro werde jährlich Verbrauchsmaterial für die Treffs in Lorch und Waldhausen eingekauft.

Keine Probleme mit Jugend

„Wir hören immer wieder von Eltern, dass sie selbst schon hier im Jugendtreff waren“, erzählt Christine Trompisch. Also kommen deren Kindern wahrscheinlich deswegen. Weswegen kommen die anderen? „Ich glaube, dass viele das offene Angebot schätzen.“ Also, dass die Termine nicht verpflichtend sind wie bei einem Vereinsangebot.

Im Ratsausschuss beschrieb Jugendreferent Hägele die Jugendszene in Lorch. „Wir haben immer früh reagiert, so dass man gar nicht von Problemen reden kann.“ Auch dass geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine hier seien, funktioniere gut.

Für die städtische Schüler- und Familienberatung suche Hägele momentan eine Kollegin. „Aber auch da gibt es eine Fast-Zusage.“

Jugendtreffs in Lorch und Waldhausen

Das Lorcher LEO im Bürgerhaus hat am Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 14 bis 16.30 Uhr für Erst- bis Viertklässler und von 17 bis 21 Uhr für alle ab der fünften Klasse geöffnet.

Das „Juze“ in Waldhausen im Dorfhaus ist dienstags und mittwochs von 14 bis 20 Uhr geöffnet, ohne Einteilung nach Alter. ⋌cop

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