Oritaner freuen sich auf das Jubliläumsfest

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Oritaner freuen sich auf das Jubliläumsfest
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Seit 50 Jahren besteht die Freundschaft zwischen Oria und Lorch. In der apulischen Stadt gab es dazu nun einen Festakt.

Oria. Am vergangenen Samstag war es genau 50 Jahre her, dass Lorchs Bürgermeister Walter Kübler und sein Kollege aus dem italienischen Oria, Pasquale Sartorio, die Partnerschaftsurkunde unterschrieben. Das war der Startschuss der Freundschaft zwischen beiden Städten, die in diesem Jahr groß gefeiert wird. Oria hat damit am Samstag begonnen, denn der Unterzeichnung zu Ehren veranstaltete die Stadt im Park unterhalb der dortigen Burg einen Festakt mit 300 Besuchern. 

Lorchs Stadtrat Mario Capezzuto war dabei und erzählt: „Junge Oritaner haben ein sehr schönes Konzert gespielt.“ Die Absolventen des Konservatoriums im nahen Legge hätten hauptsächlich mitreißende Filmmusik zum Besten gegeben. Anschließend habe Dr. Emilio Pinto an die Gründerväter und die damalige Situation erinnert. „Er ehrte auch die Männer und Frauen, die die Partnerschaft bis heute lebendig halten.“ Dann zeigte ein Video Fotos aus den vergangenen 50 Jahren. Etwa von gegenseitigen Besuchen, wie beim Lorcher Löwenmarkt 1977, als das Stauferjahr gefeiert wurde. „80 Oritaner haben damals am Umzug teilgenommen“, erinnert sich der 70-Jährige, der sich seit 1973 aktiv für die Städtepartnerschaft einsetzt. Für dieses Engagement ehrte ihn Orias Bürgermeisterin Dr. Maria Carone mit einer Urkunde: „Das hat mich überrascht und sehr gefreut.“ Außerdem verlas Capezzuto, der die Teilnahme während einer privaten Reise möglich machte, ein Grußwort von Lorchs Bürgermeisterin Marita Funk. 

Funk erinnerte daran, dass die Grundlage der Freundschaft die gemeinsame staufische Vergangenheit beider Städte war. Doch die Entfernung von 1500 Kilometern und die fremde Sprache hätten in Lorch erst einmal Zurückhaltung bewirkt. Angenähert habe man sich dann über persönliche Begegnungen. Stolz dürfe man heute sein, übersetzte Mario Capezzuto ins Italienische: „Auf den Austausch, auf die Freundschaften und das europäische Verständnis, was daraus entwachsen ist.“ 

Der Stadtrat habe außerdem von den vielen Freundschaften zwischen Familien erzählt. Und appelliert, dass auch die Jugend für die Städtepartnerschaft begeistert werden müsse. 

Umso mehr freue er sich darüber, dass zum Festwochenende in Lorch am 25. und 26. Juni auch acht oritanische Grundschulkinder und zwei Lehrkräfte nach Deutschland reisen werden. „Sie haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der Partnerschaft beschäftigt.“ Außerdem werden 22 Fahnenträger und Musiker dabei sein, ebenso zehn Darsteller im Gewand. Die Süditaliener freuen sich sehr über das Jubiläum, ist Capezzutos Eindruck. 

Ebenso erfreulich: Die Lorcher Tanne, die vor einigen Wochen als Geschenk nach Oria gebracht wurde, habe sich gut entwickelt. Sie stehe nahe des Rathauses und sei gut angewachsen, berichtet der Stadtrat. Sicherlich auch, weil die Fläche über ein eigenes System regelmäßig gewässert wird.

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