Schulen digital auf dem Vormarsch

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Armin Weller, neuer Stadtrat in Lorch, wird von Bürgermeisterin Marita Funk verpflichtet.
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Armin Weller rückt in Lorch als Stadtrat nach. Außerdem ging es am Donnerstag um die Digitalisierung der Schulen, eine Entlastung für Gastronomen und einen neuen Spielplatz.

Lorch. Zu Anfang der Sitzung erhielt der Gemeinderat ein neues Mitglied. Armin Weller rückte für den verstorbenen Christian Fila in die Freie-Wähler-Fraktion nach. Bürgermeisterin Marita Funk verpflichtete den zweifachen Familienvater. Weller ist Jahrgang 1972, Kfz-Meister und wohnt auf dem Haldenberg. Er ist künftig Mitglied im Verwaltungsausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

In der Sitzung berichtete die Verwaltung vom aktuellen Stand in Sachen Digitalisierung an den Schulen. Der Anlass war, dass das Gremium den Kauf von Geräten für das Gymnasium Friedrich II. beauftragen sollte. „In den Sommerferien wurde die WLAN-Verkabelung im Gebäude realisiert“, erklärte Funk den Einbau des kabellosen Internetempfangs im Gymnasium. Um das Netzwerk in Betrieb nehmen zu können, fehlen nun noch sogenannte Access Points und Switche. Für rund 22 700 Euro könne eine Firma aus Böhmenkirch die Gerätschaften beschaffen und für 4500 Euro installieren. Die Kosten werden dabei im Rahmen des Digitalpakts zu 80 Prozent von Fördergeldern gedeckt. Der Rat stimmte der Vergabe geschlossen zu.

Anschließend informierte Kämmerer Daniel Bogner, dass auch in den übrigen Lorcher Schulen viele Arbeiten erledigt seien. „In der Grundschule Waldhausen wurden die Räume verkabelt und die neuen Bildschirme angeschlossen.“ Für die Schäfersfeldschule waren im Sommer neue Computer, Apple TVs und Beamer angeschafft worden. Lediglich bei der Lorcher Grundschule fehle noch die Elektroverkabelung. „Das wird demnächst angegangen“, stellte Funk in Aussicht.

Ebenfalls ums Schulzentrum, aber auch um den Bauhof und das Feuerwehrgerätehaus ging es bei einer weiteren Entscheidung. Die drei Gebäudekomplexe werden über Pelletanlagen beheizt, Bauhof und Gerätehaus teilen sich dabei eine Anlage. Die Stadt hat nun den kompletten Pelletbedarf für zwei Jahre ausgeschrieben. Drei Bieter gaben ein Angebot ab, wobei eine Firma aus dem bayrischen Essenbach-Altheim mit rund 121 000 Euro am günstigsten war. Der Rat stimmte zu, dass das Unternehmen dafür 700 Tonnen Pellets an die Stadt liefert. Allein das Schulzentrum verbraucht 300 Tonnen Material pro Jahr.

Interessant für die örtlichen Gastronomen war der nächste Beschluss. Einstimmig sagte der Rat zu, auf die diesjährigen Gebühren für die Nutzung der Außenbewirtung zu verzichten. Bürgermeisterin Funk sprach von 3700 Euro, die die Gastronomen insgesamt hätten bezahlen müssen. Betroffen sind die sechs Wirtinnen und Wirte, die öffentliche Außenflächen von der Stadt anmieten, etwa das Café gegenüber vom Rathaus. Die Betreiber hätten wegen der Pandemie kaum Außenbewirtung anbieten können, begründete Funk den Vorschlag. Außerdem sei die Gastronomie eine Branche, die wirtschaftlich starke Einbußen habe hinnehmen müssen.

Für das Frühjahr 2022 stellte Funk in Aussicht, dass ein neuer Spielplatz in Weitmars gebaut wird. Und zwar neben den Bolzplatz nahe des Friedhofs. Ursprünglich war der Spielplatz fürs neue Baugebiet Grabenäcker auf einer anderen Fläche und auch erst im noch nicht realisierten nächsten Bauabschnitt angedacht gewesen. Das war von Bewohnern kritisiert und über Stadträte an die Verwaltung herangetragen worden. Bei einer Begehung mit Stadtbaumeister Achim Waibel und Mitgliedern des Bauhofs sei im Sommer die Entscheidung für die Spielfläche gefallen, so Funk. „Wir haben Schaukeln, Rutschen, Klettern und Sand auf dem Zettel“, sagte die Bürgermeisterin.

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