Weihnachtsmarkt in Lorch geplant

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So leer soll es am 28. November auf dem Oriaplatz nicht bleiben, hoffen Ana Fritz (rechts) und Ursula Wörner vom Männergesangverein Lorch. Denn dann wird hier ein Weihnachtsmarkt stattfinden.
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Am Sonntag, 28. November, will der Männergesangverein zum Markt einladen. Ob er aufgrund der Corona-Situation stattfinden kann, entscheidet sich allerdings erst noch.

Lorch

Glühwein, Grillwurst und Bummeln zwischen Buden: Das soll am Sonntag, 28. November, auf dem Lorcher Oriaplatz Wirklichkeit werden. „Wir planen einen Weihnachtsmarkt mit 13 Ständen sowie Essen und Trinken“, sagt Ana Fritz. Mit wir meint die Vorstandsvorsitzende des Lorcher Männergesangvereins (MGV) die Mitglieder ihres Vereins. Die Sprecherin des gemischten Chors, Ursula Wörner, hatte die Idee dazu. Die beiden Frauen stehen auf dem Platz beim Bürgerhaus. „Früher habe ich Wolle auf Märkten verkauft“, erklärt Ursula Wörner ihre Verbindung zu dem Thema. Mit einem Zwinkern schiebt sie hinterher: „Und ich dachte, es wäre doch schön, den Markt auf diesem einsamen Platz hier zu veranstalten.“

Von 11 Uhr bis 17 Uhr werde der MGV Essen und Getränke anbieten: „Glühwein und Punsch, rote Wurst, aber auch Wildwürste“, zählt Ursula Wörner auf. Vom Kindergarten Mörike gebe es Waffeln. „Der Kindergarten hat als einziger auf unsere Werbung reagiert“, sagt Ana Fritz, „wir haben aber Verständnis dafür, dass es den Eltern in der momentanen Situation alles zu viel ist“. Auch von der Grundschule, deren Rektorin Fritz ist, werde kein Angebot kommen. In den Auslagen der 13 Verkaufsstände werden Naturseifen, Honig, Deko-Artikel, Selbstgestricktes, Eingemachtes und Weihnachtliches liegen. „Die meisten Händler stammen aus Lorch, aber auch aus Wäschenbeuren oder Plüderhausen“, sagt Wörner.

Es herrscht Maskenpflicht

Wer über den Markt schlendern möchte, müsse eine Maske tragen. „Und 2G nachweisen“, sagt Ana Fritz, also geimpft oder genesen sein. Ein Testnachweis reicht nicht aus. Unter 18-Jährige sind von der Regelung ausgenommen. „Es tut uns in der Seele weh, dass wir das Angebot nicht für alle Mitbürger machen können“, sagt Fritz, aber nur mit der 2G-Regelung sei das Zubereiten von frischen Speisen und Getränken vor Ort erlaubt. „Glühwein und Grillwurst gibt es also nur so, und beides gehört zu einem richtigen Weihnachtsmarkt dazu.“ Auch den 3G-Nachweis der Verkäufer – diese sind laut Gesetz nur dazu verpflichtet – werde man sich zeigen lassen. „Wir treffen alle Vorkehrungen für eine sichere Veranstaltung.“

Um die Vorgaben zu kontrollieren, werde der Oriaplatz abgesperrt. „An der Ost- und Westseite des Bürgerhauses ist jeweils ein Eingang“, zeigt Ursula Wörner und dreht sich um, „und im nördlichen Bereich der Ausgang“. Jeder Besucher erhalte ein Bändchen.

Ob der Markt stattfindet, hänge davon ab, was die Länderchefs am Donnerstag entscheiden, sagt Ana Fritz. „Wenn das Land ein Verbot ausspricht, war es das natürlich.“ Was sehr schade wäre: „Wir haben viel Aufwand betrieben.“ Mit der Planung des Marktes „ist der Verein wieder zum Leben erwacht“, meint Ursula Wörner.

Seit Beginn der Pandemie ruhten die drei Chöre des MGV. „Gesang war ja fast nicht möglich.“ Das Popchörle habe zwar online Rätselabende mit Musik veranstaltet. Auch kleine Unternehmungen gab es, um die Gemeinschaft zu stärken. Doch erst seit September proben die Chöre wieder. „Leider fällt das für das Popchörle jetzt wieder flach, weil unser Dirigent Markus Ulmer aufgehört hat“, erzählt Ana Fritz. Der Musiker habe am Volkstrauertag die letzten beiden Lieder geleitet und sei aus beruflichen Gründen ausgeschieden. Bereits jetzt, aber vor allem nach dem Weihnachtsmarkt gehe es für den MGV mit der Suche nach einem Nachfolger weiter.

Wir treffen alle Vorkehrungen für eine sichere Veranstaltung.“

Ana Fritz,, Vorstandsvorsitzende des Lorcher Männergesangvereins
  • Auch der Lorcher Mittagstisch macht mit
  • Auch der Lorcher Mittagstisch nutzt den Weihnachtsmarkt, um wieder aktiv zu werden. Unter Leitung von Claudia Schreiner haben zwölf Ehrenamtliche in den vergangenen Tagen Linsenbolognese, Kürbissuppe und Gulasch gekocht. „Alles wurde in Gläser abgefüllt und wird so verkauft“, erzählt Silke Böhnke vom Familienzentrum der evangelischen Kirchengemeinde. Außerdem wird das Team Kräutersalz und Gemüsepaste im Angebot haben.
  • Der Lorcher Mittagstisch war vor Corona ein sehr gut angenommener Treffpunkt, der auf der Idee des generationenübergreifenden Mittagsessens basierte. Einmal im Monat wurde für Kita-Kinder, Schulkinder, für Senioren und für jedermann im Gemeindehaus frisch gekocht. „Alle saßen gemischt beeinander, jeder schöpfte sein Essen selbst“, beschreibt Claudia Schreiner. Im September habe man überlegt, wieder mit dem Angebot zu starten. Doch gerade dieses gemeinsame Essen am Tisch wäre wegen der Auflagen nicht möglich gewesen. „Wir hätten jedes einzelne Essen servieren müssen, was wir in der Küche gar nicht leisten können“, sagt Silke Böhnke. Auch hätte man die Anzahl von 100 Gästen verringern müssen. „Und die ungeimpften Kinder von den anderen trennen?“ Deswegen wird es noch dauern, bis der beliebte Treffpunkt zurückkommt. „Wir sind aber noch alle da, niemand ist abgesprungen“, betont Claudia Schreiner. Zumindest auf dem Weihnachtsmarkt könnte es ein Wiedersehen geben. cop

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