23 Radler mit 11 713 Kilometern

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Das Komoot-Team beim Stadtradeln in Oberkochen fuhr auf den Rang 1.
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Das Komoot-Team um Dieter Rollbühler fuhr auf Anhieb zu Platz 1. Was hinter dem ungewöhnlichen Namen steckt.

Oberkochen

Vermutlich war die sengende Hitze schuld daran, dass nicht alle Teilnehmer des neu formierten Teams zum Treff in der Neuen Mitte gekommen sind. Der Tenor der anwesenden Radler allerdings war unbestritten eindeutig: „Es war eine tolle Sache.“

Der Name des Teams ist auf den ersten Blick ungewöhnlich, auf den zweiten schon weniger. „Komoot“ ist eine Freizeit- und Navigations-App für Radler, Wanderer und Freizeit-Enthusiasten. Dieter Rollbühler (71) hat die weltweit nutzbare App zuerst fürs Wandern eingesetzt, jetzt gehört sie bei ihm zum festen Inventar bei allen Freizeitaktivitäten. Er suchte begeisterte „Komoot-ler“ und fand sie, um diese 23 „Follower“ dann fürs Stadtradeln in Oberkochen anzumelden. Er hatte die Sache natürlich vorher schmackhaft gemacht, indem er eine schöne Tour ausgearbeitet hatte. Bei Meldeschluss war man das größte Team. Jeder radelte für sich.

„Die App ist wie ein Navi im Auto“, sagt Rollbühler. Sämtliche Touren werden dokumentiert, Sehenswürdigkeiten fotografiert, quasi Erlebnisberichte zum Weitersagen.

Was war die Grundidee Rollbühlers? „Viele Gleichgesinnte finden, was für die Gesundheit tun, Natur erleben und diese beim Radeln entlasten“, sagt er. Natürlich wolle man auch lokal Oberkochen und die herrlichen Routen in den Fokus rücken.

Zum fast Wichtigsten kommt der Teamleiter am Schluss. Er habe einen Sponsor gesucht, weil man mit der Teilnahme unbedingt eine soziale Aktion verbinden wollte. „Ein ganz großes Dankeschön an die Firma Zeiss“, unterstreicht Dieter Rollbühler. 1500 Euro wurden von dem Weltunternehmen zugesagt und die werden demnächst an die „Initiative Ruine Kocherburg“ übergeben.

Dieter Matzik, Artur Grimm und Erich Holzwarth waren als Kocherburg-Enthusiasten mit von der Partie. Dieter Matzik sprach den herzlichen Dank der Initiative aus, die inzwischen mit einer Handvoll Ehrenamtlicher auf einen zwölfjährigen Einsatz mit über 10 000 Stunden zurückblicken kann. Wie Dieter Matzik betonte, soll das Geld für einen neuen Flyer verwendet werden, um das „Idyll Kocherburg ins aktuelle Licht zu rücken.“

Edgar Hausmann, Leiter des Amts für Sicherheit und Soziales und fürs Stadtradeln zuständig, überbrachte die Grüße von Bürgermeister Traub. Die „Komoot-Radler“ hätten neue Farbe ins Stadtradeln gebracht. Eine tolle Sache sei, dass die 23 Radler mit 11 713 gefahrenen Kilometern gleich auf Anhieb zum Primus katapultiert seien, ohne die tolle Leistung aller übrigen Teams schmälern zu wollen.

Dieter Rollbühler verwies abschließend darauf, dass durch die enorme Kilometerleistung immerhin 1322 Kilogramm CO2 eingespart worden seien.

„Ein ganz großes Dankeschön an die Firma Zeiss.“

Dieter Rollbühler, Teamleiter von Komoot

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