Abschied von der beliebten „Pflug-Wirtin“

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Erika Fischer

Erika Fischer ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Oberkochen. Im Alter von 82 Jahren ist die Senior-Wirtin des Oberkochener Gasthofs „Pflug‘“ verstorben. Über Jahrzehnte war sie eine feste Größe im „Pflug“, der seit dem Jahre 1915 in Familienbesitz ist.

„Wir sind sehr traurig, sie war unser Zentrum“, sagen ihr Sohn Rudi und dessen Schwester Margarete. Elisabeth, das dritte Kind von Erika Fischer, war bereits vor sechs Jahren verstorben, was für Erika Fischer und die gesamte Familie ein schwerer Schicksalsschlag war.

Erika Fischer wurde in Demmingen bei Dischingen geboren und als sie Ende der 1950er Jahre nach Oberkochen kam, arbeitete sie im damaligen „Hirsch.“ Arbeiten war für Erika Fischer Lebenserfüllung, auch als ihr dies durch ihre körperliche Beeinträchtigung gewiss nicht einfach gefallen ist. Wer in den „Pflug“ kam, wurde herzlich von Erika Fischer empfangen und wenn sie einmal fehlte, kam gleich die Frage, wo sie sei. Sie war immer sehr gerne unter den Leuten, ja sie genoss es, mit den Gästen ein Schwätzle zu halten. Eine urwüchsige Wirtin, wie man es sich wünscht.

Eine verlässliche Stütze

Einige Umbauten hat sie im Traditionsgasthof organisiert und für ihren Sohn Rudi war sie im „Pflug“‘ eine verlässliche Stütze. Nie hat sie sich unterkriegen lassen, immer blickte sie nach vorn, bis vor wenigen Wochen, als sie schwer erkrankte. „Arbeit und der Umgang mit den Menschen ist für mich Lebensfreude“, sagte Erika Fischer, als diese Zeitung für eine Corona-Reportage im September letzten Jahres im „Pflug“ weilte.

Ihr Gatte Rudolf Fischer war bereits im Jahr 1985 verstorben. Ein bescheidenes, aber prall gefülltes Leben ist nun zu Ende gegangen. Auch ihr Vermächtnis werde es sein, dass der „Pflug“ auch künftig ein offenes Haus für seine Gäste sein werde, sagt ihr Sohn Rudi Fischer in die Zukunft blickend. Lothar Schell

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