Anstoß für den Albaufstieg

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Richard Burger

Welche Vorteile die Oberkochener SPD-Fraktion in der Pulverturmtrasse und der Troglösung für Unterkochen sieht.

Oberkochen. Richard Burger, SPD-Fraktionschef im Oberkochener Gemeinderat, hat sich im Namen seiner Fraktion zum Albaufstieg und zum Verkehr in Unterkochen geäußert: Der Verkehr auf der Ebnater Steige sei für die Anwohner eine Belastung und der Lärm sei nicht in Abrede zu stellen. Es liege ihm fern, als Oberkochener den Unterkochenern Ratschläge zu geben, schreibt Burger. "Aber könnte es nicht sein, dass der Ausbau der Ebnater Steige mit dem vorgeschlagenen Trog mit Deckel, verbunden mit einem Albaufstieg zwischen Oberkochen und Königsbronn mit einem direkten Anschluss an die A7 bei Nietheim, der ‘Pulverturmtrasse', für die Anwohner der Ebnater Steige auch Vorteile bringt?"

Unterkochen sei seit jeher durch die Ebnater Steige geteilt: Die Bewohner des südlichen Drittels von Unterkochen seien vom nördlichen Unterkochen getrennt, ein Zebrastreifen mit Fußgängerampel sei die einzige Verbindung (...). "Durch den Trog mit Deckel wäre Unterkochen-Süd erstmals auf breiter Front durch einen 150 Meter breiten Grünzug mit dem nördlichen Teil verbunden. Darüber hinaus wären die Anwohner der Danziger Straße und der Waldstraße vom ‘Schleichverkehr' befreit, der ihre Straßen nutzt, um die Ampel bzw. einen möglichen Kreisel an der Einmündung in die Heidenheimer Straße zu umgehen", so die SPD-Fraktion in einem offenen Brief, der der SchwäPo vorliegt. Darin heißt es: "Es liegen rund 20 Häuser direkt an der Trasse (...). Etwa die Hälfte der 20 hätte durch den Trog eine Verbesserung, weil der Verkehr bei ihnen weg, nämlich unter dem Boden ist." Schließlich würde nach Ansicht Burgers ein Aufstieg am Pulverturm zwischen Oberkochen und Königsbronn einen erheblichen Teil des Verkehrs von der Ebnater Steige abziehen, "weil sowohl der Zulieferverkehr als auch die Ein- und Auspendler aus dem Norden auf dem Weg zum SMT-Werk auf der A7 bleiben, die Ebnater Steige somit meiden und stattdessen direkt über die ‘Pulverturmtrasse' zum Zeiss-Werk fahren könnten".

Jahrzehntelang diskutiere man über den Albaufstieg. Bis zur Realisierung einer völlig neuen Trasse mit Tunnel werde vermutlich ein weiteres halbes Jahrhundert vergehen, schätzt Burger. Er wolle keine Ratschläger geben, aber: "Ist es nicht vielleicht besser, in absehbarer Zeit eine Verbesserung – wenn auch nicht für alle Betroffenen – zu erzielen, als auf unbestimmte Zeit dem Traum einer Optimallösung nachzujagen?"

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