Auf dem Weg zum Fahrradland

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Oberkochen hat für den Radverkehr in der Stadt große Ziele. Innerhalb von 200 Metern soll jeder eine Trasse finden. Archivfoto: opo
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Uwe Petry vom Büro VAR+ in Darmstadt präsentiert dem Gremium das Radverkehrskonzept.

Oberkochen. Bürgermeister Peter Traub betonte, dass es bei der Gesamtkonzeption darum gehe, Planungen schrittweise in die Hand zu nehmen. Dies werde einige Jahre dauern.

„Wir müssen das größtmögliche Potenzial zwischen Aalen und Oberkochen im Rahmen des Mobilitätspakts herausholen“, erklärte Uwe Petry, das vierfach abgestufte Konzept mit schnellen Radverkehrsverbindungen, Pendlerrouten, Basisrouten und dem Verdichtungsnetz vorstellte. Bei Letzterem gehe es um Routen zur Netzverdichtung zur flächenhaften Erschließung für alle Zielgruppen. Ziel sei, dass 90 Prozent aller Einwohner Oberkochens im Umkreis von 200 Metern eine klassifizierte Rad-Route erreichen könnten.

Eine schnelle Radverkehrsverbindung soll es von Aalen, K 3292 nach Oberkochen in die Aalener Straße geben. Bereits vor dieser Maßnahme will man sich der Aalener und Heidenheimer Straße widmen, um dann als schnelle Radverkehrsverbindung und über die Heidenheimer Straße (K 3292) zum Kreisverkehr Südrampe B 19 und den gemeinsamen Geh-und Radweg an der B 19 weiterzuführen.

Petry wies auf die Bedeutung der Querverbindungen hin: Zum einen von der Röchlingstraße bis zur Aalener Straße, an der Wacholdersteige und den Abzweig zum Kreisverkehr Wacholdersteige (neue Brücke über B 19 und Bahn). „Wir sind auf dem Weg zum Fahrradland“, erklärte Petry. Insgesamt habe man zirka 50 Kilometer Radverkehrsnetz in Oberkochen auf dem Schirm.

„Wir wollen die besten Anschlüsse suchen“, erklärte Bürgermeister Peter Traub. Eine große Bedeutung habe dabei der Ziel- und Quellverkehr. Man müsse aber Geduld haben, das gehe alles „nicht von heute auf morgen“. Im Gemeinderat werde jede anstehende Maßnahme diskutiert werden.

Rainer Kaufmann bat darum, auch die Radwege via Essingen ins Visier zu nehmen.

Im Gesamtkonzept werde der Radverkehr direkt in Oberkochen „etwas stiefmütterlich behandelt“, befand Dr. Joachim Heppner. Als Beispiel nannte er den Radweg ins Wohngebiet „Heide.“ Martin Balle erkundigte sich nach Fördermaßnahmen. 80 bis 90 Prozent der Kosten würden vom Land gefördert, antwortete der Vertreter von VAR+. Förderfähig seien aber nur Maßnahmen, die als Hauptroute klassifiziert seien.

Bürgermeister Traub ging dezidiert auf den angesprochenen Radweg auf die Heide ein. Vier Kilometer Radweg auf die Heide, das koste Millionen. „Wenn Sie das wollen, dann machen wir es“, fügte Traub hinzu. Eine „totale Sicherheit“ gebe es allerdings nie. Man schaffe jetzt bessere Möglichkeiten für die Radler, allerdings müsse man „mit gesundem Menschenverstand vorgehen. Lothar Schell

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