Aus für Gabionen-Wand

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Keine Genehmigung für die Gabionenschallschutzwand im Tiersteinweg.

Zum zweiten Mal hat der Technische Ausschuss "Nein" zu einer Mauer in Oberkochen gesagt.

Oberkochen. Das Landratsamt hatte bei einer Baukontrolle festgestellt, dass ein Bauherr im Tiersteinweg in Oberkochen ganz in der Nähe des Gymnasiums eine 1,50 Meter hohe Gabionenwand erstellt hat, die nicht genehmigt war. Zur nachträglichen Genehmigung hatte der Bauherr Baupläne eingereicht, die neben der bereits erstellten Gabionen-Schallschutzwand und einer vorhanden Gartenhütte die Planung eines Gewächshauses beinhaltete.

Der Technische Ausschuss hatte schon im Januar das Einvernehmen dazu versagt. In den nun geänderten Plänen bot der Bauherr an, die Gabionenwand auf eine Höhe von 1,14 Meter zu reduzieren. Den vierzig Zentimeter breiten Bereich zwischen der öffentlichen Fläche und der Gabionenwand wollte der Bauherr mit einer Hecke aus heimischen Sorten bepflanzen.

Dr. Joachim Heppner kündigte an, "pro Bauherr" zu stimmen, da die Gabionenwand den Straßenraum optisch nicht einenge. "Wir können keinen Präzedenzfall schaffen, es geht nicht in erster Linie um die Einengung des Straßenraums", meinte Richard Burger, der als Stellvertreter für den verhinderten Bürgermeister die Sitzung leitete. Mit diesem einen Fall habe er kein Problem, aber wenn alle Anrainer dann Mauern hochzögen, schieße das Problem "ins Kraut", fügte Rainer Kaufmann hinzu. Peter Beck verwies auf die Höhen-Reduzierung und die begleitend angebotene Bepflanzung, womit die Steinwand etwas kaschiert werde. "Auch eine Wand mit 1,14 Meter ist in diesem Baugebiet nicht genehmigungsfähig", entgegnete Burger. Zwei Räte stimmten pro Bauherr ab, fünf dagegen, bei einer Enthaltung.

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