Barrierefreie Umgestaltung in Oberkochen in Sicht

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In Oberkochen werden 14 Bushaltestellen barrierefrei umgestaltet.
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In Oberkochen werden 2022 und 2023 insgesamt vierzehn Bushaltestellen in Angriff genommen.

Oberkochen. Die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel.

Während die Verkehrsbetriebe vorrangig für Fahrzeuge zuständig sind, liegt die Verantwortung für die Haltestellen bei den Straßenbaulastträgern. „Wir werden zirka 1,5 Millionen Euro für die Infrastruktur investieren“, sagt Bürgermeister Peter Traub. Heißt im Klartext, dass die Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei ausgebaut und die Buswartehäuser erneuert werden, um den ÖPNV attraktiver zu machen und nachhaltig zu fördern. Der Gesetzgeber hat diese Zielbestimmung im Personenbeförderungsgesetz. Die Stadt hat für die Schaffung eines barrierefreien ÖPNV einen Förderung ans Land Baden-Württemberg gestellt, dem auch schon stattgegeben wurde.

Millioneninvest

Ziel ist ein möglichst einheitliches Konzept, um mobilitätseingeschränkten Personen die Orientierung zu erleichtern, heißt es im Planungskonzept. Konkret geht es um eine einfache und komfortable Anfahrbarkeit sowie Sonderbord mit Spurführung. Auf Grund der Ausführung des Sonderbordsteins kann der Bus sehr nah an den Randstein heranfahren. Der Anschlag mit achtzehn Zentimeter sowie die Minimierung des Restspalts zwischen Bus und Bordstein soll so ein ebenerdiges Ein- und Aussteigen ermöglichen.

Integriert wird ein taktiles Leitsystem im Haltestellenbereich mit Auffindestreifen. An der vorderen Einstiegsstelle werden Rippenplatten als Auffindestreifen eingebaut. Nach Möglichkeit soll neben den Haltestellen auch der Umgebungsbereich barrierefrei ausgebaut werden.

Hierfür sollen getrennte Querungsstellen installiert sowie entsprechende taktile Leitsysteme vorgesehen werden. Beim barrierefreien Ausbau geht es aber auch um ausreichend große Warteflächen und barrierefrei gestaltete Buswartehäuser.

Gedacht ist hierbei an den erhöhten Platzbedarf für Rollstuhlfahrer sowie Personen mit Kinderwagen oder Sperrgepäck.

Die neuen Buswartehäuser werden auch mit Fahrgastinformationen, Sitzgelegenheiten mit Aufstehhilfe, Abfallbehältern und Beleuchtung ausgestattet. Im Haushaltsplan sind bis 2023 1,5 Millionen Euro eingestellt. Der Umbau der insgesamt vierzehn Bushaltestellen wird in Teilabschnitten in den Jahren 2022 und 2023 erfolgen.

Lothar Schell

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