Bauhof: Erweiterung kommt

Die Erweiterung des Bauhofs wird jetzt angegangen. Auch ein Nahwärmenetz wird konkret.

Oberkochen. Über eine Erweiterung des Bauhofs wird bereits seit einigen Jahren diskutiert, in diesem Jahr soll die Maßnahme angegangen werden. Damit wird auch der erste Teil des geplanten Nahwärmenetzes konkreter. Dies wurde jetzt im Technischen Ausschuss diskutiert.

Die notwendige Erweiterung des Bauhofs ist bereits mehrfach verschoben worden. Jetzt ist die Genehmigung der zuständigen Baubehörden da, teilte Stadtbaumeister Johannes Thalheimer in der jüngsten Sitzung des Ausschusses mit. Die Erweiterung soll in diesem Jahr noch erfolgen, ergänzte er. Im Haushalt 2023 sind dafür rund 600 000 Euro eingestellt.

Wärmenetz wird mitgedacht

Damit werden auch die Pläne für den weiteren Aufbau des Nahwärmenetzes 1 konkreter, wie Bürgermeister Peter Traub erläuterte. Denn auf dem erweiterten Bauhofgelände wird das dafür erforderliche Nahwärmezentrum entstehen. Die mit dem Aufbau beauftragte GEO plant dieses Zentrum derzeit, „die Pläne sollen möglichst zeitnah im Gemeinderat vorgestellt werden“, sagte Thalheimer im Ausschuss.

Im Juli 2021 war im GR der Grundsatzbeschluss zum Aufbau einer Wärmenetzinfrastruktur gefasst worden. Der derzeit geplante Bereich umfasst das Sportzentrum mit Schwörzhalle und Hallenbad, die Beethovenstraße und den Hölderlinweg bis zum Gymnasium und die Tiersteinschule. Entsprechende Leerrohre sind dort bereits verlegt. Ein möglicher zweiter Abschnitt schließt sich dort an und reicht über Gutenbachweg, Heinz-Küppenbender-Straße bis zur Sozialstation und den betreuten Wohnungen am Uhlandweg.

Im Wärmezentrum soll Biomasse – pflanzliche Abfälle – verbrannt werden, die Landwirte der Umgebung anliefern. „Wir müssen aber noch abklären, welche Mengen möglich sind“, sagte Traub. Es sollten aber keine Lebensmittel verarbeitet werden. Über einen Wasserkreislauf wird die Wärme in die angeschlossenen Gebäude transportiert und zum Heizen genutzt. 

„Zunächst muss die Heizzentrale fertig geplant und gebaut werden, sodass in etwa zwei Jahren das Netz in Betrieb genommen werden kann“, ergänzt der Stadtbaumeister.

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