Bauplätze und das Blaulicht-Zentrum

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Das neue Wohnbaugebiet „Kapellensteige“: Von dreizehn Bauplätzen werden nur acht zur freien Verfügung stehen. Dies löste Fragebedarf aus.

  Josef Winter hatte Fragebedarf. Worum es ihm ging.

Oberkochen.  In Oberkochen wird die „Kapellensteige“, im Volksmund Schlittenhang genannt, bebaut. Winter wollte wissen, warum nur acht Bauplätze von insgesamt dreizehn zur freien Verfügung stünden. Im Baugebiet „Weingarten“ es nur zwei Bauplätze gewesen, die für Eigentümer von Grundstücken wegfielen. „Ungleiche Behandlung“, hakte Winter nach. „In keiner Weise“, antwortete der Bürgermeister. Man müsse in der Kapellensteige ein Umlegungsverfahren durchführen. Alle Grundstücke kämen in einen Topf, würden neu zugeschnitten für die Passform der Erschließung. Wer in der Kapellensteige Grundstücke eingetragen habe, könne entweder pekuniär entschädigt werden oder auf die Grundstücke beharren bei einem Abzug von vierzig Prozent Grundstücksfläche. In der Kapellensteige hatten drei Grundstücksbesitzer Flächen eingetragen, die sie beanspruchten. Ein Grundstücksbesitzer habe im Baugebiet eine sehr große Fläche und Anspruch auf drei Bauplätze. „Also nicht zweierlei Maß“, stellte Traub fest. Die Grundstücksbesitzer müssten für ihre Flächen natürlich auch Erschließungskosten bezahlen. In seiner zweiten Anfrage verwies Josef Winter auf „fünf Wohnungen, die durch den Bau des Blaulicht-Zentrums im Kapellenweg wegfallen.“ Winter wollte wissen, ob im Blaulicht-Zentrum auch  Wohnungen gebaut würden. „Klares Nein“, antwortete der Bürgermeister. Die Wohnungen seien bereits geräumt und die seitherigen Bewohner hätten bereits andere Wohnungen gefunden. ls

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