Beschlossen: „Bühl-Gutenbach-Tierstein“

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Nach diesem Plan soll der Kreisverkehr an der Anschlussstelle Oberkochen Süd umgebaut werden. Die Kosten für die Realsierung werden auf 15 Millionen Euro geschätzt.
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Ein Bebauungsplan und die Anschlussstelle „Oberkochen-Süd III“.

Oberkochen.  Der Bebauungsplan „Bühl-Gutenbach-Tierstein“ ist nach der siebten Änderung vom Tisch. Die Satzung ist beschlossen.  Gegenüber der vorhergehenden Abwägung habe es nur marginale Veränderungen gegeben, erklärte Diplom-Ingenieur Joachim Zorn von den Stadtplaningenieuren Ellwangen. Man sei den Angrenzern auf der Nordseite mit einem um drei Meter größeren Abstand entgegengekommen. Die Abstände lägen nun weit über den vorgeschriebenen Grenzabständen.

Neben Satteldächern kämen nun auch Walmdächer in Frage – jeweils mit 25 Grad Neigung. Bei der Tagespflege werde dreigeschossig gebaut. Der künftige Quartiersplatz werde, so Zorn, in einer ansehnlichen Größenordnung geplant.

Peter Beck und Albert Schwarz stimmten dem Bebauungsplan nicht zu. Beck vermisste „charmante, architektonische Möglichkeiten.“  
 
Anschluss B19:  Der Gemeinderat hat den Entwurf und eine grobe Kostenschätzung zur Ertüchtigung der Anschlussstelle B 19 – „Oberkochen-Süd III“ genehmigt.  Diplom-Ingenieur Wolfgang Goll vom Ingenieurteam G + H aus  Giengen hat im Gemeinderat die Planung für den Kreisel im Süden vorgestellt. Bürgermeister Peter Traub betonte, dass dies kein alleiniges Projekt der Stadt sei, vielmehr seien Bund, Land, der Ostalbkreis und der Zweckverband integriert. Es gebe auch, wie manche meinten, keinen Straßenneubau, vielmehr wolle man eine Gefahrenstelle mit Rückstaus auf die B 19 vermeiden. Die Maßnahme „Kreisel-Süd“ sei auch in den Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim aufgenommen und ein nicht unbedeutender Mosaikstein sei die Beseitigung der Gefahrsituation für Radfahrer und Fußgänger. Goll ging auf die große Ringfahrbahn als Kreisverkehr ein. Auch Radfahrstreifen (Schutzstreifen) würden angeordnet.

Neuregelung der Kosten: Seither hieß es, dass die Stadt mit 10 Millionen Euro in Vorleistung gehe bei zu erwartenden Gesamtkosten von mindestens 15 Millionen Euro. Auf Grund von möglichen Fördermitteln, die bis September beantragt sein müssen, kommen auf die Stadt nun „nur“ etwa vier Millionen Euro zu. Erst wenn eine  Zusage der Fördermittel erfolgt sei, könne ausgeschrieben werden, sagte Goll.

Der Baubeginn: Als möglichen Baubeginn nannte Goll Sommer 2023. Im Herbst 2025 solle die Maßnahme fertiggestellt sein. Rainer Kaufmann lobte, dass „alle Beteiligten im Boot sind und schnell gehandelt haben.“ Die Forderung der großen Firmen werde erfüllt. „Oberkochen liefert für den Mobilitätspakt“, ergänzte Martin Balle. Robert Ness freute sich über die Reduzierung der Kosten für die Stadt. ⋌ls

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