Blaulichtzentrum braucht mehr Platz

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Hier, am ehemaligen Autohaus Wagenblast, will die Stadt ein Blaulichtzentrum bauen.

Warum zusätzlicher Grunderwerb für das gemeinsame Domizil von Polizei, Feuerwehr DRK nötig ist.

Oberkochen. Die Realisierung des Blaulichtzentrums wird sich zeitlich hinausschieben. Eigentlich war man von einem Baubeginn im Jahr 2022 ausgegangen.

Bereits 2020 hatten sich die Freiwillige Feuerwehr und der Gemeinderat dafür ausgesprochen, anstelle des alten Feuerwehrhauses in der Dreißentalstraße, das nicht mehr mit vernünftigem Aufwand modernisiert und den heutigen baulichen und sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst werden kann, ein neues zu bauen. Im Kapellenweg 9, dem früheren Autohaus Wagenblast, soll das neue Domizil gebaut werden. Weil auch die örtliche Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes und der Polizeiposten räumlich beengt sind, entschied man sich, dass alle örtlichen Rettungs- und Einsatzorganisationen im Neubau im Kapellenweg Platz finden sollen.

Bevor konkrete Planungen erstellt werden konnten, mussten zunächst Abstimmungsgespräche mit der Feuerwehr, der Polizei und dem DRK-Kreisverband sowie mit der staatlichen Hochbauverwaltung geführt werden, weil für jeden dieser Beteiligten umfangreiche und spezifische Bau-, Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften zu beachten sind. Im Laufe des Jahres 2021 fanden die Abstimmungsrunden statt. Dabei stellte sich heraus, dass die beengten Platzverhältnisse am vorgesehenen Standort zu Einschränkungen insbesondere für die Feuerwehr führen würden, so Bürgermeister Peter Traub auf Nachfrage dieser Zeitung.

Klar sei gewesen, dass der ambitionierte Zeitplan mit Baubeginn 2022 nicht zu halten sei. Alle drei Blaulicht-Organisationen hätten ein individuelles Raumprogramm und spezielle Anforderungen an die Räumlichkeiten, sagt der Bürgermeister und er fügt hinzu: „Wir mussten angrenzende Flächen zukaufen. Der Polizeiposten müsse beispielsweise räumlich völlig autark untergebracht sein, also auch mit einem separaten Ein- und Ausgang. Für die Feuerwehr müssten separate Zufahrten geschaffen werden, da die Zufahrt nicht über die Alarmausfahrt verlaufen darf. All dies habe dazu geführt, dass man über das Grundstück Kapellenweg 9 hinaus noch Platzbedarf habe. Der Gemeinderat hat hierfür inzwischen grünes Licht gegeben. „Die Planungen können also 2022 beginnen“, versichert der Bürgermeister.

Im Haushaltsplan 2022 sind hierfür 250000 Euro eingestellt und in den Jahren 2023 und 2024 weitere Finanzmittel in Höhe von insgesamt sechs Millionen Euro.

Wenn alles so läuft, könnte der Baubeginn fürs Blaulichtzentrum 2023 vonstatten gehen.

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