Braucht Oberkochen ein öffentliches WC in der Mitte?

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Rainer Kaufmann

Was die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats zu einem WC am neuen Stadtplatz sagen.

Oberkochen. Ein brisantes Thema in Oberkochen ist die öffentliche Toilette am Stadtplatz. Den Vorschlag der Stadtverwaltung ein WC auf dem Stadtplatz zu installieren, hat der Technische Ausschuss abgelehnt. Ein Manko? Die SchwäPo hat bei den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats nachgehakt.

Richard Burger (SPD) Der jetzige Standort der Toilette kann nur eine Übergangslösung sein. Ehe der Technische Ausschuss seine Zustimmung zu einer Toilette hinter der Stadtbibliothek geben wollte, wurde die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, ob eine Lösung im Edith-Stein-Haus oder innerhalb der Stadtbibliothek möglich ist. Auf jeden Fall ist eine behindertengerechte Toilette auf dem Stadtplatz unbedingt erforderlich.

Rainer Kaufmann (CDU) Für mich ist das überhaupt kein Manko. Es ist für mich auch nicht darstellbar, 160 000 bis 200 000 Euro und hohe Folgekosten für ein vandalensicheres und selbstreinigendes WC aus Steuergeldern auszugeben, obwohl es noch weitere Alternativen gibt.

Derzeit, auch auf längere Sicht, ist ja dank Edgar Beier eine Nutzung der Toiletten im gegenüberliegenden Gebäude möglich. Es gibt noch weitere Optionen – wie eine "nette Toilette" der Oberkochener Firmen oder Weiteres. Dies wird noch geprüft und wir können mit aller Ruhe und Bedacht entscheiden, was das Richtige ist.

Bernd Kresse (Freie Bürger) Die FBO sieht das in gar keinem Fall als Manko. Es wäre natürlich schön, wenn es überall Toiletten gebe, aber das findet man in der Regel nicht einmal in der Großstadt und für einen ausschließlich bei schönem Wetter genutzten ‘Dorfplatz' einer 8000-Seelen-Gemeinde ist es sicherlich nicht untragbar, wenn es dort keine extra Toilette gibt. Für fast 200 000 Euro eine Edelstahl Unisex-Toilette zu installieren, ist mehr als fragwürdig. Zu überprüfen sind die Alternativen Edith-Stein-Haus, Bibliothek und die "freundliche Toilette". Einhundert Meter weg vom Stadtplatz gibt es zudem eine stadteigene Toilette in der Scheerer-Mühle und 150 Meter entfernt gäbe es im Schillerhaus die Möglichkeit, eine Toilette öffentlich zugänglich zu machen.

Dr. Joachim Heppner (Bündnis 90/Die Grünen) Es wird auf Dauer eine WC-Lösung geben, schon wegen der Gastronomie. Entweder im Alten Schwesternhaus, in der Stadtbibliothek oder in Form eines Neubaus. Für Letzteres gibt es interessante Komplettlösungen – im Internet unter www.popuptoilet.de

Richard Burger
Bernd Kresse

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