Bröselt es bei den Stadtwerken in Oberkochen?

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Peter Traub zu Gerüchten über die aktuelle Entwicklung der Stadtwerke Oberkochen GmbH.

Oberkochen. „Ist es richtig, dass die Stadtwerke aufgelöst sind“, fragte Gemeinderat Roland Winter im Gremium. Bürgermeister Peter Traub antwortete kurz und knapp: „Die Stadtwerke sind nicht aufgelöst, sondern nach wie vor da und die Stadtwerke haben noch viel vor“.

Das Büro der Verwaltung in der Dreißentalstraße ist schon längere Zeit geschlossen. Traub informierte darüber, dass die Stadtwerke jetzt im Gebäude der GEO untergebracht wären.

Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister, es sei einfach nervig, sich immer wieder für ein „saudummes Geschwätz“ erklären zu müssen. Es sei „überhaupt nichts im Busch“ und es gebe „keine geheimen Pläne.“

Traub informierte diese Zeitung aber auch darüber, was sich geändert hat. Die beiden Versorgungsunternehmen GEO und Stadtwerke würden jetzt räumlich am Standort in der Heidenheimer Straße konzentriert. Hierfür werde das GEO-Verwaltungsgebäude innen etwas umgebaut. Die separat gemieteten Stadtwerke-Räumlichkeiten in der Dreißentalstraße würden damit für die Zukunft entbehrlich.

Durch die engere Kooperation zwischen GEO und Stadtwerke könne man Synergien besser nutzen und Doppelstrukturen vermeiden, was zum Beispiel für die Buchhaltung gelte. Die GEO arbeite mittlerweile als Dienstleister für die Stadtwerke und erledige die Buchhaltung für sie mit. Deshalb habe auch die GEO Jahresrechnung und Wirtschaftsplan der Stadtwerke im Gemeinderat erläutert.

Veränderung bei Sparte Wasser?

Die Stadtwerke befasst sich bislang mit der Sparte Wasser und dem Immobiliengeschäft. Dort steht nun das Großprojekt Uhlandweg an. Die Sparte Immobilien wird mehr oder weniger vom Rathaus aus verwaltet. Die Stadt will auch einen Immobilienmanager einstellen. In Oberkochen gibt es Stimmen, dass es um eine Auflösung der Sparte Wasser gehen soll. Schon längere Zeit gab es entsprechende Bewegungen für eine Zusammenlegung dieser Sparte. Der Wassermeister sei längere Zeit ausgefallen und werde auch wohl noch einige Zeit fehlen, sagt der Bürgermeister. Hieraus den Schluss abzuleiten, die Stadtwerke befänden sich in Auflösung, sei abstrus. Roland Winter indes bleibt dabei, dass seine Informationen sicheren Quellen entsprächen.

⋌Lothar Schell

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