Brucklacher-Preis für Maximilan Lanz

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Der Förderpreis der Familie Brucklacher Stiftung ging in diesem Jahr an Maximilian Lanz (Bildmitte) von der Hochschule Aalen, der mit seiner Masterthesis zum Thema „Magnettechnische Konzepte zur Qualitätsbewertung von Magnetwerkstoffen“ das Jur

Warum die Stiftung den Absolventen der Hochschule Aalen für seine Arbeit zu neuartigen magnetischen Prüfverfahren auszeichnete.

Oberkochen

Der Förderpreis der Familie Brucklacher Stiftung wurde zum zweiten Mal an einen Master-Absolventen der Hochschule Aalen verliehen. Am vergangenen Montag überreichte die Stiftungsvorsitzende, Frau Dr. Cornelia Brucklacher, den mit 1500 Euro dotierten Förderpreis an Maximilian Lanz.

Im Rahmen seiner Masterthesis im Studiengang Maschinenbau und Werkstofftechnik ist es ihm gelungen, neuartige Prüf- und Messverfahren für magnetische Bauteile zu entwickeln und diese erfolgreich einzusetzen. Damit wird erstmals die qualitative Prüfung der Komponenten in Elektromotoren möglich, die beispielsweise im Bereich der Stromerzeugung, dem Maschinenbau oder in der Elektromobilität zum Einsatz kommen. Die Feierstunde fand pandemiebedingt in kleinem Rahmen, im Präsentationszentrum der Firma Leitz in Oberkochen statt.

Mit Bezug auf die Ziele des Förderpreises machte Frau Dr. Brucklacher deutlich, dass „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und effiziente Nutzung von Ressourcen wesentliche Anforderungen sind, an denen sich die Zukunftsfähigkeit technischer Entwicklungen messen lassen muss.“ Für den mittelständisch geprägten Maschinenbau, der in der Regel nur über begrenzte Ressourcen und Forschungskapazitäten verfügt, stellen derartige Entwicklungen eine besondere Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund hat sich die Familie Brucklacher Stiftung entschieden, an der Hochschule Aalen einen jährlichen Preis auszuloben.

Der Rektor der Hochschule Aalen, Prof. Dr. Gerhard Schneider, betonte die „wichtige Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschung und Wirtschaft, die in Stiftungspreisen wie diesem hervorragend zum Ausdruck kommt.“

In der Laudatio auf den Preisträger gab die betreuende Professorin, Frau Prof. Dagmar Goll, Einblicke in seine Forschungstätigkeit Vorausschauend auf die praktische Anwendbarkeit, bezeichnete sie diese als „wichtigen Beitrag für alle Industrien, die elektromagnetische Bauteile herstellen oder verarbeiten.“

Im Rahmen seiner Master-Arbeit entwickelte der Preisträger sogenannte „Magnetic-Response-Verfahren“, die es erstmals ermöglichen, Bestandteile von Elektromotoren auf Ihre qualitativen Eigenschaften hin zu prüfen. Mit Hilfe des neuen Messverfahrens ist es somit möglich, bereits anhand der geprüften Bauteile zu erkennen, ob beispielsweise Elektromotoren ihren angestrebten Wirkungsgrad, also die maximale Energieausbeute, überhaupt erreichen.

Mit Blick auf aktuell angewandte Methoden im Elektroniksektor können so qualitätsbewertende Verfahren deutlich effizienter gestaltet, Fehlproduktionen früher ausgeschlossen und die Qualität und Langlebigkeit der Endprodukte um ein Vielfaches verbessert werden. Im Rahmen des Klimaschutzes also ein absolutes Plus, da somit wertvolle Ressourcen geschont werden und die Ausfallsicherheit elektromagnetischer Stromerzeuger nachhaltig gesteigert werden kann.

Die Arbeit mit dem Titel „Magnettechnische Konzepte zur Qualitätsbewertung von Magnetwerkstoffen“ wurde von Prof. Dr. Dagmar Goll wissenschaftlich betreut und zur Bewerbung eingereicht. In einem sorgfältigen Auswahl- und Sichtungsverfahren zahlreicher Einsendungen, entschied sich die hochkarätige Jury der Familie Brucklacher Stiftung einstimmig für die Vergabe des diesjährigen Preises an diese herausragende Arbeit. Die Jury bestand aus Prof. Dr. Markus Merkel, Studiendekan im Studiengang Produktentwicklung und Fertigung der Hochschule Aalen, Dr. Georg Hanrath, Geschäftsführer der Firma Leitz GmbH & Co. KG, Oberkochen und hier für den gesamten technischen Bereich verantwortlich, Herrn Andreas Kisselbach, Leiter Forschung und Entwicklung bei Leitz sowie der Stiftungsvorsitzenden, Frau Dr. Cornelia Brucklacher.

Der Preisträger Maximilian Lanz, sichtlich stolz über die Verleihung des Preises, dankte der Familie Brucklacher Stiftung und der Jury für die Entscheidung. Außerdem bedankte er sich bei seinen Betreuern und seiner Familie für die Unterstützung.

  • Die Familie Brucklacher Stiftung
  • Die Familie Brucklacher Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung, mit dem Zweck der Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Kunst und Kultur sowie der Förderung der Jugend- und/oder Altenhilfe. Sie wurde 2009 gegründet. Der Stiftungsvorstand besteht aus Frau Monika Brucklacher und Frau Dr. Cornelia Brucklacher. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Stiftung wurde erstmals ein Förderpreis ausgelobt.

Die Arbeit ist ein wichtiger Beitrag für alle Industrien, die elektromagnetische Bauteile herstellen oder verarbeiten.“

Dagmar Goll, Betreuuende, Professorin Hochschule Aalen
Der Preisträger Maximilian Lanz (Bildmitte), gemeinsam mit seinem Vater und der Stiftungsvorsitzenden, Frau Dr. Cornelia Brucklacher, bei der Preisverleihung.

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