Bürgergespräch in Oberkochen: Bauen und Weiterentwicklung der Stadt im Fokus

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Am ehemaligen „Schlittenhang“ an der Kapellensteige entstehen 17 Bauplätze.

Was in Oberkochen in der „Grube“ geplant ist und wo in Oberkochen gebaut werden kann.

Oberkochen. Dass die Großbetriebe Zeiss, Hensoldt und Leitz Garanten sind für die Weiterentwicklung der Stadt, wurde von den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zum Ausdruck gebracht. Ein Segen fürs Stadtsäckel sei, dass für die Erschließung des Gewerbegebiets „Oberkochen-Süd III“ grünes Licht gegeben wurde und damit Hensoldt Optronics am Ort verbleibe und ein neues Werk mit achthundert Arbeitsplätzen für einhundert Millionen Euro entstehen könne.

Optimistisch in die Zukunft

In Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Peter Traub leitete Stadtbaumeister Johannes Thalheimer das Bürgergespräch. „Bauen steht im Fokus, Oberkochen blickt optimistisch in die Zukunft“, sagte Thalheimer und er ging auf insgesamt sieben Großprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 139 Millionen Euro ein. Primär im Blickfeld stand bei den Bürgern das neue Sportzentrum in der „Schwörz“ für 38,5 Millionen Euro.

Begrüßt wurde, dass das Sportzentrum künftig über ein Nahwärmenetz versorgt wird und das Energieversorgungszentrum GEO enger Partner der Stadt sei. Thalheimer betonte, dass künftig auch öffentliche Gebäude und private Haushalte an das flächendeckende Nahwärmenetz angeschlossen würden. Die GEO könne das finanziell nicht alleine stemmen, so dass in den nächsten Jahren erhebliche Mittel in den kommunalen Haushalt zur Stärkung des Eigenkapitals der GEO eingestellt würden. Thalheimer verwies auf den Rekordhaushalt im kommenden Jahr mit Gewerbesteuer-Einnahmen von fast 102 Millionen Euro.

Gesucht: Bauland

„Wir brauchen Baugebiete“, hieß es aus der Bürgerrunde. Es sei notwendig, alte Bebauungspläne in der Innenstadt auf einen neuen Stand zu bringen, um die Innenentwicklung in einem modernen Ambiente voranzubringen. Begrüßt wurde, dass am ehemaligen Schlittenhang an der Kapellensteige neue Bauplätze entstehen. Ein dickes Pfund zur rechten Zeit sei der Neubau einer Sozialstation mit Tagespflege und 44 betreuten Wohnungen am Uhlandweg. Dort haben die Baumaßnahmen begonnen. Der Stadtbaumeister verwies auf den finanziellen Beitrag der Stadt in Höhe von 14,1 Millionen Euro. Zufrieden zeigten sich die Bürger, dass mit diesem Projekt eine Lücke bei der ambulanten Hilfe in Oberkochen geschlossen und dem wachsenden Bedarf an mobilen Pflegeleistungen nachgekommen werde. Thalheimer avisierte die Fertigstellung für Herbst 2024.

25 Millionen für Schulzentrum

Breiten Raum beim Bürgergespräch nahm auch die Weiterentwicklung des Schulzentrums im Dreißental ein, wo als letzter Mosaikstein der Neubau der Dreißentalhalle mit Schulmensa ins Haus steht. Hierfür investiert die Stadt 25 Millionen Euro. „Gut, dass wir dann eine repräsentative Veranstaltungshalle bekommen, die auch Räumlichkeiten für die Vereine bietet“, meinte ein Bürger.

Thalheimer ging abschließend noch auf die Entwicklung der Wasserversorgung ein. „Wir sind auf einem guten Weg, die Zukunft ist gesichert“, meinte er. Die Stadtwerke würden die beiden bestehenden Hochbehälter in einem großen und zentralen Hochbehälter zusammenfassen und man werde kontinuierlich die Eigenwasserversorgung stärken.

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