Bürgermeister Traubs Aussage und das Dementi

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Seit vielen Jahren ist ehemalige Stellwerk-Gebäude in der Heidenheimer Straße 79 in Oberkochen Stein des Anstoßes. Das Bebäude ist bislang in Besitz einer Privatperson.
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Was hinter den unterschiedlichen Aussagen zum Thema Stellwerkskauf steckt.

Oberkochen. Die Äußerung von Bürgermeister Peter Traub über ein Stellwerk, das die Stadt gekauft habe, sorgt in den Sozialen Medien für Diskussionen. In seinem Kommentar dort spricht Traub von „Gerüchteküche“. Wie das zusammenhängt und was nun die „Wahrheit“ ist? Die SchwäPo hat nachgefragt.

„Ein Dauerbrenner ist vom Tisch.“ So titelte vergangene Woche die SchwäPo und berichtete über den aktuellen Stand des ehemaligen Stellwerks. Im Gemeinderat hatte Bürgermeister Peter Traub vermeldet, dass die Stadt das Grundstück mit dem Stellwerk, das im Süden der Stadt für ein unschönes Bild sorgt, habe endlich erwerben können. Nun wolle man das Eingangstor zur Stadt verschönern.

Doch dann machte in Oberkochen die Runde, die Stadt habe das Areal überhaupt nicht gekauft, beziehungsweise nicht habe kaufen können. In den Sozialen Medien war zudem die Rede davon, die Stadt wolle das Stellwerk abreißen. Das Stadtoberhaupt mischte sich daraufhin in die Online-Debatte ein, schrieb dabei von „Gerüchteküche“ und, dass die „Stadt das Gebäude kaufen, aber nicht abbrechen wollte“. Zudem informierte er, dass „der Kauf nun leider doch nicht zustande“ komme. Traub klärte in dieser Online-Debatte jedoch nicht die Diskrepanz zwischen seiner Aussage im Gemeinderat und dem „Post“ im Internet.  

Was ist nun korrekt? Bürgermeister Traub stellt auf Nachfrage fest, SchwäPo-Reporter Lothar Schell habe korrekt berichtet. „Ich habe in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats darüber informiert, dass es in Verhandlungen gelungen seien, eine Einigung mit dem Eigentümer des ehemaligen Stellwerks über einen Verkauf des Gebäudes zu erzielen“, so Traub. Der Gemeinderat habe daraufhin in nicht-öffentlicher Sitzung - Grundstücksangelegenheiten in Gemeinderäten werden grundsätzlich nicht-öffentlich beraten - einen entsprechenden Beschluss zum Erwerb gefasst.

„Als dann der Notartermin zur Vertragsunterzeichnung anberaumt werden sollte, hat uns der Eigentümer darüber mündlich informiert, dass er es sich anders überlegt habe und sein Gebäude nun doch nicht mehr verkaufen wolle“, sagt Traub. Diese Entscheidung beziehungsweise die Information habe sich mit der Veröffentlichung des Beitrags in der SchwäPo überschnitten, erklärt Traub die unterschiedlichen Aussagen. „Eine rechtzeitige Korrektur war also nicht mehr möglich“, bedauert der Schultes. Er habe in einem Facebook-Post über den dann aktuellen Sachverhalt informiert.

Traub weist darauf hin, dass die Stadt bereit gewesen sei, den vom Eigentümer, einer Privatperson, geforderten Kaufpreis zu bezahlen. Es sei schade, dass die Stadt bislang das Stellwerk nicht habe erwerben können. „Damit bleiben das Gerümpel, der Schrott und all der Müll drumherum vorläufig weiter ein Schandfleck am südlichen Entree zur Stadt.“

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