Das Herz auf dem rechten Fleck

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Siegfried Wiedemann las in Oberkochen.
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Warum die poetische Rezeptur des „Schwobaseggel“ unter die Haut geht

Oberkochen Siegfried Wiedemann begeistert gleich zweimal die Besucher in der Zweigstelle der Kreissparkasse Ostalb.

Es ist ein „nachberufliches Comeback“. Als „jonger Soichar“ mit 28 habe ich hier begonnen“, sagt er. Zweigstellenleiter Markus Spang begrüßt ihn als seinen Vor-Vorgänger, der mit seinem „Schwoba-Pfeil“ mitten ins Herz trifft.

Er hat die Qual der Wahl, kann aus zweitausend Poesien und Anekdoten so wie aus vier eigenen Büchern auswählen: Gedichte mit Tiefgang, mal besinnlich, mal kräftig-derb im „schönsten Dialekt der Welt.“ Mit seiner „Schwobafibel“ hat er sich in den letzten Jahren ordentlich Renommee verschafft. Wenn er über die Verhüterli in gehäkelter Version mit Schwangerschaftsgarantie reimt oder wenn er vom schwäbisch-derben „Leichaschmauß“ rezitiert, hat er die Besucher so richtig „warm poetiert.“ Gut für die Seele, nach solch langer und karger Pandemie-Zeit. Nicht fehlen darf „die guat alt Zeit“ – mit der Eloge auf die schöne Jugend und die liebevollem Eltern hatte alles begonnen. Siegfried Wiedemann liest nicht nur, er erweist sich auch als eloquenter Moderator und Interpret – immer mit dem Schalk im Nacken.

Die Erlöse seiner Bücher hat er stets gespendet, meist für Kinder, für soziale Zwecke, auch für Kariobangi – in der Summe über zehntausend Euro. Der aktuelle Erlös kommt dem Schülerhort in Oberkochen zugute. „Schließlich bin ich ja ein halber Oberkochener“, stellt der „Schwobaseggel“ fest.

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