Das Idyll erstrahlt in neuem Glanz

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Hoch droben steht die Kapelle: Die Maria-Schutz-Kapelle erstrahlt in neuem Glanz.

Zur Wiederöffnung der Maria-Schutz-Kapelle wird am Himmelfahrtstag um 10.30 Uhr Eucharistie gefeiert. Worauf sich die Besucher freuen dürfen.

Oberkochen

Die Außenrenovierung ist schon lange abgeschlossen, jetzt auch die Innenrenovierung der Maria-Schutz-Kapelle, die letztes Jahr im Herbst begonnen hatte. Pünktlich zum Fest Christi Himmelfahrt gibt die katholische Kirchengemeinde die Wallfahrtskapelle an ihre Gläubigen zurück und an all jene, die gerne auf ihren Spaziergängen stille Einkehr halten wollen. Die Kapelle wird täglich geöffnet sein.

Nicht ohne Stolz erzählen Pfarrer Andreas Macho und der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats Thomas Haas über die lange Geschichte der Kapelle und die inzwischen abgeschlossenen Arbeiten. Die gesamten Renovierungskosten werden sich auf circa 320 000 Euro belaufen. In diesem Zusammenhang dankt Pfarrer Macho der Stadt Oberkochen für den großzügigen Zuschuss in Höhe von 100 000 Euro.

1950 entstand die heutige Maria-Schutz-Kapelle, die nun schon seit über 70 Jahren von der Höhe die Stadt Oberkochen grüßt und mit anderen Kapellen und vielen Wegkreuzen die kirchliche Heimat bereichert.

Die Statue des „Wiesenherrgott“ wird dort verehrt. Außerdem sind an den Wänden die „sieben Freuden Mariens“ abgebildet. Ein besonders Detail sind die Kinder aus Oberkochen, die vom Maler dargestellt wurden. Leider verschwand das zentrale Motiv der Krönung Mariens, an deren Stelle strahlt jetzt eine barocke Marienstatue.

Nachdem die Jesus-Statue in den vergangenen Jahrzehnten in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul aufgestellt war, fand sie wieder frisch renoviert den Weg in die Maria-Schutz-Kapelle. Nach fast 70 Jahren seit der Einweihung der Kapelle am 31. Juli 1950 mussten erstmals an der Außenhaut umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Im Herbst 2018 wurden nach der Genehmigung durch das Bischöfliche Ordinariat die ersten Arbeiten im Zuge der Erneuerung der Dacheindeckung und Dachentwässerung aufgenommen. Die Fassade erhielt einen neuen Anstrich und der Platz vor der Kapelle wurde neu gestaltet.

Ab Herbst 2020 wurden die Arbeiten im Innenbereich fortgesetzt. So wurde die Elektroinstallation inklusive Heizung, Beleuchtung und Alarmanlage komplett ausgetauscht. Die Raumhülle wurde aufwendig saniert, die Wandfresken renoviert, der Altarraum farblich neu gestaltet sowie Boden und Kirchenbänke hergerichtet.

Die Madonna hat nun ihren neuen Platz zentral hinter dem Altar gefunden und wird von zwölf goldenen Sternen umrankt. Der Geißelheiland aus der früheren Wiesenkapelle kann nun in der Kapelle an repräsentativer Stelle betrachtet werden.

Neben dem Architekturbüro Brenner-Duttlinger-Stock aus Ellwangen hob Thomas Haas ganz besonders Willi und Christine Schönherr hervor, die neben den Malerarbeiten auch eine sehr ansprechende künstlerische Gestaltung vorgenommen haben. „Die künstlerische Gestaltung von Christine Schönherr wirkt verbindend“, fügte Pfarrer Macho beim Pressegespräch hinzu. Die Farbe Ultramarinblau schaffe eine meditative Atmosphäre. Wie bei Meer und Himmel werde die räumliche Tiefe nicht greifbar und durch das neue Lichtkonzept entstehe eine Transzendenz über den Raum hinaus.
Die Eucharistiefeier zur Wiederöffnung findet am 13. Mai um 10.30 Uhr im Freien unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen statt.

Die Kapelle ist ab dem 13. Mai täglich für Besucher geöffnet. Gottesdienste werden in der Kapelle voraussichtlich erst wieder nach dem Ende der Pandemie gefeiert.

„Die künstlerische Gestaltung wirkt verbindend.“

Andreas Macho, Pfarrer
Eine künstlerische Augenweide: der Innenbereich der Kapelle

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