Das Römerkeller-Schloss ist der Renner

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So passt der Schlüssel ins Römerkeller-Schloss. Das Bild zeigt v.l. Alfred Fichtner, Hubert Winter und Richard Burger.

Wie Tüftler Hubert Winter für einen Magnet im Heimatmuseum gesorgt hat.

Oberkochen. Hubert Winter gehört zum Heimatverein wie der Deckel zum Topf. Er ist „Fast-Gründungsmitglied“ und war zusammen mit dem jüngst verstorbenen Sepp Rosenberger ein bewährtes Duo, wenn es galt, einheimische und externe Gruppen sowie interessierte Schulklassen durchs Heimatmuseum im Schillerhaus zu leiten und die vielfältigen Inhalte des Museums mit Kopf, Herz und Hand zu illustrieren.

Der Römerkeller, Dietrich Bantels Werk, hatte es Hubert Winter besonders angetan und es war zweifellos eine der wichtigsten Initialzündungen für die Geburt des Heimatvereins anno 1987. Beim 25-jährigen Bestehen präsentierte der verstorbene Ehrenvorsitzende Dietrich Bantel mit Karl Elmer, seinem Nachfolger im Vorstand, nicht ohne Stolz das von Hubert Winter konzipierte Schloss zum im Weilerfeld gefundenen Schlüssel für den Römerkeller. Dabei kam Hubert Winter sein Können als Konstrukteur zugute. Mit ins Boot nahm er seine beruflichen Wirkungsstätten als Konstrukteur, allen voran bei der Berufsausbildung der Firma Carl Zeiss und als Leiter der IHK-Bildungszentrums in Aalen.

Der Wunsch, ein passendes Schloss für den nachgebildeten Römerkeller-Schlüssel zu finden, ließ Hubert Winter nicht mehr los. Damals noch nicht ahnend, dass das Schloss zur großen Attraktion im Heimatmuseum werden könnte. Bei einer „Kleinen Fahrt“ des Heimatvereins nach Stuttgart zum „Imperium Romanum“ entdeckte man in der Ausstellung einen Tisch, an dem demonstriert wurde, wie ein römisches Sicherheitsschloss funktioniert. Als Schlüsselmodell diente ein Schlüssel, der dem Oberkochener Römerkeller-Schlüssel ähnelte. Viele Ideen-Skizzen und Teilkonstruktionsaufzeichnungen waren notwendig, bis Hubert Winter an eine erste echte Konstruktionszeichnung denken konnte.

Beim Gespräch mit den beiden Vize-Vorständen Alfred Fichtner und Richard Burger erklärte Winter, was die eigentliche Herausforderung war. „Der Schließvorgang des Sicherheitsschlosses wird nicht durch Drehen des Schlüssels, sondern durch Schieben ausgeführt“, sagte Winter. Die Schließung erfolge auch nicht, wie üblich, nach rechts, sondern mit der Bewegung nach links.

Mit der finalen Übergabe des Schlosses an den Heimatverein verband Hubert Winter anno 2007 den Wunsch, dass möglichst viele Besucher des Museums den Schlüssel des Römerkellers und das von ihm konstruierte Schloss in Augenschein nehmen würden.

Keine Frage, dieser Wunsch hat sich erfüllt, was die beiden Vize-Vorstände Alfred Fichtner und Richard Burger beim Vor-Ort-Termin mit dieser Zeitung bestätigen. „Wer ins Heimatmuseum geht, will zu Schloss und Schlüssel“, sagte Alfred Fichtner und Richard Burger ergänzte, dass das „Doppel“ bei Schulklassen wie auch bei Erwachsenen der große Renner sei.

„Ich freue mich über das große Interesse am Römerkeller-Schloss“, meinte der Tüftler Hubert Winter. Bleibt zu hoffen, dass Schloss und Schlüssel dem überbordenden Fundus an heimatgeschichtlichen Besonderheiten im Schillerhaus weiteren Aufschwung geben wird.

Ich freue mich über das große Interesse an dem Römerkeller-Schloss.“

Hubert Winter, Konstrukteur

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