Das Timing um die Hallen

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Die Schwörz-Halle ist nicht „zuschauergeeignet“.

In der Stadt wird es in den kommenden Jahren zwei neue Hallen geben. Warum die Schwörz-Halle bis 2025 überleben darf.

Oberkochen

Massives Bauen in Oberkochen – im Dreißental beim neuen Schulzentrum und im Gewann „Schwörz“, wo ein Sportzentrum für über 38 Millionen Euro steht. Diese Zeitung erhielt beim Rundgang mit Stadtbaumeister Johannes Thalheimer Einblick in den Bauzeitenplan. Der ist gerade in Bezug auf das „Zeitspiel mit den Hallen“ ganz besonders wichtig, weil ein gleichzeitiger Abriss der Dreißentalhalle und der Schwörz-Halle bedeuten würde, dass sowohl für Veranstaltungen wie auch vor allem für den Schul- und Vereinssport kein Domizil zur Verfügung stehen würde

Seit vielen Jahren beschäftigt man sich in Oberkochen mit dem Plan, eine neue Dreißentalhalle zu bauen. Die stammt aus den 1950er Jahren, ist einfach abgewirtschaftet und technisch lange nicht mehr auf dem neuesten Stand. Allerdings ist sie für den Schulsport auf Grund der direkten Nachbarschaft zur Schule immens wichtig und auch für die Oberkochener Vereine – allen voran die Narrenzunft – ein beliebter Veranstaltungsort.

Im Dreißental befindet man sich derzeit im zweiten Bauabschnitt im Rahmen des Schulentwicklungsplans. Den Abschluss soll der Neubau der Dreißentalhalle mit Mensa und Tiefgarage bilden. Im Zeitfenster ist diese Maßnahme für September 2023 terminiert, weil ansonsten nicht alle Bauabschnitte nahtlos ineinander übergreifen würden. Der Neubau der Dreißentalhalle soll dann voraussichtlich bis Herbst 2025 fertiggestellt sein.

Nichts für Zuschauer

An dieser Stelle beginnt quasi das Timing um die Hallen in Oberkochen. Der Blick geht ins Gewann „Schwörz“. Seit vielen Jahren klagen die Oberkochener Vereine darüber, dass die Halle nicht „zuschauergerecht“ ist. Auf der Tribüne müssen die Zuschauer die Hälse recken, um den Verlauf von Turnieren zu verfolgen. Beim Bau hatten sich Planungsfehler eingeschlichen. So können etwa die Handballer der HSG Oberkochen-Königsbronn in der Schwörz-Halle nicht ihre Rundenspiele austragen und auch bei den vielen renommierten Fußball-Jugendturnieren des TSV Oberkochen war dies nicht anders. „Der Abriss der Schwörz-Halle kommt ganz zum Schluss“, erklärt Stadtbaumeister Johannes Thalheimer.

Der Plan sieht so aus: Sobald das Sportzentrum in der Schwörz fertig ist, geht man über in den Abbruch der Dreißentalhalle, Die soll 2025 fertig sein. Erst dann wird als finaler Schritt die Schwörz-Halle abgerissen und damit kommt man nicht in die Bredouille mangelnder Kapazitäten. Am Standort der „alten Schwörz-Halle“ werden dann zirka einhundert Parkplätze fürs neue Sportzentrum entstehen.

„Der Abriss der Schwörz-Halle kommt ganz zum Schluss“

Johannes Thalheimer, Stadtbaumeister
Im Bau: Dreißentalhalle.

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