Den ungeliebten Eindringling vertreiben

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Ein ungebetener Gast aus dem Kaukasus hat sich in Oberkochen breit gemacht: die Orientalische Zackenschote.

Stadt und örtliche Naturschutzverbände haben der Orientalischen Zackenschote den Kampf angesagt.

Oberkochen. Ursprünglich kommt der „Gast“ aus dem Kaukasus, aber die invasive Orientalische Zackenschote hat sich seit vielen Jahren schon fest in Mitteleuropa etabliert. Oberkochen scheint ein besonders beliebtes Domizil für die Zackenschote zu sein, eine regelrechte Invasion gab es vor zwei Jahren.

Die gelb blühende Pflanze mit ihren spitz zulaufenden Blättern, die Rucola ähneln, werden nicht selten mit Raps verwechselt. Auch der Bauhof hat jetzt ganze Arbeit geleistet und Wiesen frühzeitig gemäht, um eine verstärkte Aussamung zu verhindern. Weit über einen Meter hoch können die Pflanzen werden, die eine tiefe Pfahlwurzel haben. Problem ist auch, dass eine Pflanze über eintausend Samen produzieren und für eine sprichwörtliche Invasion sorgen kann.

Gemeinsames Vorgehen

„Wir haben eine konzertierte Aktion gemacht“, sagt Bürgermeister Peter Traub, der auch Bürgerinnen und Bürger darum bittet, Wiesen rechtzeitig vor der Blüte zu mähen. Zu beachten dabei ist, dass die Pflanze mehrmals blüht. Auch Einzelpflanzen sollte der Garaus gemacht werden. Besonders betroffen sind in Oberkochen Bahndämme und das Gelände beim Carl-Zeiss-Stadion.

Tipps vom NABU

Der NABU-Ortsgruppenvorsitzende Ottmar Bihlmaier weist darauf hin, dass die Pfahlwurzeln der Zackenschote tief ausgestochen werden müssen, am besten mit einem Unkrautstecher. Nicht ratsam sei eine Kompostierung, vielmehr sollten gestochene oder gemähte Pflanzen wegen der Aussamungsgefahr im Restmüll entsorgt werden.

Gefahr für heimische Pflanzen

„Die Orientalische Zackenschote verdrängt heimische Pflanzen und bietet Tieren keinen Lebensraum“, erklärt Ottmar Bihlmaier. Dadurch könnten artenreiche Flächen veröden. Lothar Schell

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