Die Eisenbahn-Amateure: klein, aber oho!

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Auf der Anlage des Oberkochener Eisenbahn-Amateurclubs können mehr als 40 Züge rollen.
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70 Jahre alt ist der Oberkochener Modellbahnclub. Warum nicht gefeiert wird.

Oberkochen. Einer der kleinsten Oberkochener Vereine ist 70 Jahre alt geworden. Die Modellfreaks des Eisenbahn-Amateurclubs haben eine wunderschöne Eisenbahn-Welt auf den Weg gebracht.

Es gab Phasen in der Geschichte des Vereins, da musste man um den Erhalt des rund 20 Mitglieder zählenden Vereins schon ein wenig bangen. „Es gibt uns immer noch und wir haben großen Spaß an unserem Hobby“, sagt Vorsitzender Hermann Eiberger. Er betont, dass er seinen treuen Aktiven dankbar ist, dass sie bei der Stange geblieben sind. Vor allem aber ist er auch dankbar der Stadt, weil sich Bürgermeister Peter Traub und der Gemeinderat um das hinter dem Bahnhof fast versteckt liegende Gebäude bemüht und die Sanierung unterstützt hatten.

Dort ist das Domizil des Eisenbahn-Amateur-Clubs. Das Dach war undicht, es regnete rein. Problematisch, weil der EAC im Interieur eine Kostbarkeit besitzt, die bewundernswert ist: Eine 17 Meter lange und sieben Meter breite Modelleisenbahn-Anlage, die man hegt und pflegt und in den vergangenen Jahren Stück um Stück komplettiert hat. Handgemacht sozusagen, denn die Vereinsmitglieder sind echte Tüftler. Hard- und Software inklusive. Bei der Sanierung legte man kräftig Hand an und war gottfroh, dass die Stadt finanziell unter die Arme gegriffen hatte. Die Elektrik im Vereinsheim wurde in Eigenregie erneuert.

Mehr als 40 Züge können auf der Modelleisenbahn-Anlage ins Rollen gebracht werden. „Eigentlich wollten wir ein würdiges Vereinsfest anlässlich unseres Jubiläums feiern“, sagt der Vorsitzende. Auch ein buntes Rahmenprogramm war schon in Planung. Leider habe die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, dann werden wir eben in fünf Jahren unseren 75. Geburtstag gebührend feiern“, sagt Vorsitzender Hermann Eiberger pragmatisch. Lothar Schell

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