Die Namenszeichen stehen auf „Rodstein“

+
Blick vom Rodstein über Oberkochen. Archivfoto: ls
  • schließen

Warum der frühere Leiter der Forstaußenstelle Abtsgmünd für diese Schreibweise plädiert.

Oberkochen. In der Ausgabe vom 2. September hatte die Schwäpo den Rod(t)stein zum Thema gemacht, der als zweiter Hausbergs Oberkochens gilt und ein wunderschönes Wanderziel ist.

Manfred Maier, der frühere Leiter der Forstaußenstelle Abtsgmünd, hat reagiert und sich an den Oberkochener Revierleiter Reinhold Vogel gewandt. „Ich weiß, dass diese Frage immer gestellt wurde“, schreibt Manfred Maier, der sich allerdings klar positioniert.

Preussische Artilleristen waren am Werk

Die im Königreich Württemberg im frühen neunzehnten Jahrhundert angeordnete Landvermessung sei teilweise von preußischen Artilleristen durchgeführt worden. Damals habe es noch keine Geodäten im heutigen Sinne gegeben und die Artilleristen hätten sich bereits im Karten- und Vermessungswesen ausgekannt, berichtet Maier.

Als sie ein Messblatt fertig hatten, hätten sie die örtliche Bevölkerung nach dem Namen der jeweiligen Gewanne gefragt und diese hätten immer in ihrem jeweiligen Dialekt geantwortet und die Vermesser trugen dies so in die Karten ein, „wie sie es verstanden hatten“, sagt Maier. Vermutlich hätten sie mit Rodstein nichts anfangen können und machten einfach ein „Rotstein“ daraus.

Maier nennt ein anderes Beispiel aus Schrezheim: Der „Linsenhof“ habe sicher nichts mit Linsen zu tun, sondern hieß ursprünglich „Lenzenhof“ (Kurzform für Leonhard). Wenn man den Ellwanger Dialekt kenne, wisse man, dass der „Lenzenhof“ von einem preußischen Artilleristen schnell als „Linsenhof“ verstanden werden konnte. Also wohl doch Rodstein. 

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Kommentare