Die Völkerverständigung neu beleben

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Die Städtepartnerschaft wird von Freundschaften und persönlichen Beziehungen getragen.
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  Vor 30 Jahren begannen die Beziehungen zwischen Oberkochen und Montebelluna.

Oberkochen.  Noch ist es eine Weile hin zum Stadtfest  Ende Juni. Man hofft, dass die Städtepartnerschaft mit der oberitalienischen Stadt Montebelluna zum großen Höhepunkt wird, dass man dies bei einem zünftigen Partnerschaftsabend in der Mühlen-Scheuer feiern kann. Wie vor 25 Jahren in sehr herzlicher Atmosphäre mit einer „ganzen Flutwelle“ von Geschenken und der tollen Bewirtung durch den Mühlenverein.

Damals hatte die stellvertretende Bürgermeisterin aus Montebelluna, Anna-Maria Moreto, die Städtepartnerschaft gewürdigt und am Ehrenmal Lindenbrunnen einen Kranz niedergelegt zur Erinnerung an die Opfer von Krieg und  Gewalt. Auch offizielle Vertreter aus der Partnerstadt Dives-sur-mer nahmen teil, als Bürgermeister Peter Traub an die Millionen Toten der beiden Weltkriege erinnerte.

Der Ehrenvorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften Harald Wollner beschreibt in einer beachtenswerten Vereinschronik die Entstehung der städtepartnerschaftlichen Bande.

Duplizität der Ereignisse: Wie schon bei der Partnerschaft mit Dives-sur-mer machte eine persönliche Begegnung den ersten Schritt. Es war der Aalener Fritz Hägele, damals Dirigent der Aalener Chorknaben und später Leiter des katholischen Kirchenchors. Bei einem Wettsingen europäischer Chöre lernte er Pfarrer Don Gildo Tessari kennen. Die Verbindungen wuchsen kontinuierlich mit dem Ergebnis, dass der katholische Kirchenchor einen regen  Austausch mit Konzertbesuchen mit dem Domchor in Montebelluna pflegte.

Der katholische Kirchenchor wurde zur Initialzündung für ein gutes Stück Völkerverständigung, Schüleraustausch und familiäre Bande. Alt-Bürgermeister Harald Gentsch besiegelte 1992 den Vertrag. Der frühere Vorsitzende des Vereins für Städtepartnerschaften, Roland Seimetz, meinte beim 25-jährigen Jubiläum: „Sie sind unter Freunden, herzlich willkommen.“

Eine absolute Besonderheit der deutsch-italienischen Städtepartnerschaft war und ist die Geburt des jungen Oberkocheners Vincent am 17. Oktober 2021. Der Sohn von Claudia Crema und   Alexander Kolb ist die Krönung einer  Liebesgeschichte, die vor 13 Jahren beim Euro-Palio in   Montebelluna begonnen hatte. Seitdem sind Claudia und Alexander fest im Verein für Städtepartnerschaften verankert.

Insider wollen wissen, dass Alexander Kolb bald den vakanten Vorsitz im Verein für Städtepartnerschaften Oberkochen übernimmt. Vielleicht schon zum Jubiläum beim diesjährigen Stadtfest, wenn es bis dahin Corona ermöglicht….. Lothar Schell

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