Dreißental: ein Katalysator für die Schulentwicklung

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Schulleiter Ruoff

Ein Gespräch über Bauen, Bildung und beherztes Handeln mit dem Schulleiter Michael Ruoff.

Oberkochen. Ein bewegtes Schuljahr liegt hinter der Dreißentalschule. Baulich hat sich einiges verändert, einiges ist noch für die kommenden Monate und Jahre geplant. Darüber berichtet Schulleiter Michael Ruoff.

Wenn Sie jetzt in die Sommerferien gehen, müssten Sie eigentlich ein Strahlemann sein….

Michael Ruoff: Was heißt eigentlich? Selbstverständlich bin ich mit der baulichen Entwicklung und der Entwicklung der Gemeinschaftsschule zufrieden. Der Neubau für die Klassen drei bis zehn wird hervorragend angenommen, die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes verlief reibungslos und zügig, so dass die Klassen auch hier mit modernsten Medien ausgestattet sind. Ein wirkliches Highlight war die Übergabe des Ganztagsbereichs unterm Dach. Der schülergerecht gestaltete Pausenhof konnte von allen Schülern nach den Osterferien genutzt werden. Auch der neu entstandene Schulgarten trägt schon Früchte.

Was läuft baulich jetzt noch?

Gerade wird mit der Generalsanierung des Backsteingebäudes begonnen. Der Hort der Dreißentalschule wird ab dem Schuljahr 2023/24 hier ein neues, modern gestaltetes Zuhause finden. Für die Mensa sind die Planungen abgeschlossen. Zu Beginn des neuen Schuljahres steht der Schülerschaft ein reichhaltiges Angebot an Speisen zur Verfügung. Zunächst noch in einer Übergangslösung, bis die neue Sporthalle fertiggestellt ist. Damit ist auch klar, dass im Bildungscampus noch eine neue Sport- und Festhalle mit Mensa gebaut wird

„Fit fürs Leben machen“ heißt es in Ihrem Leitbild….

Genau, das ist und bleibt unser Motto für alle Altersstufen. Die von allen Protagonisten geforderte Digitalisierung stellt natürlich auch die Dreißentalschule vor große Herausforderungen, die wir ungeachtet der vielen Fallstricke beherzt angehen. Nicht alles, was modern erscheint, trägt zur Stärkung der Kompetenzen bei. Guter und handlungsorientierter Unterricht kann mit und ohne Digitalisierung gelingen. Den goldenen Mittelweg zu finden gleicht einem Drahtseilakt.

Was gehört zu einer gut funktionierenden Schule?

Eindeutig das Miteinander von Eltern, Schülern, Schule und von außerschulischen Partnern, dazu das Wohlwollen des Schulträgers. Das sind die Gelingensfaktoren. Das Füreinander-Einstehen, gerade auch in schwierigen Zeiten, zeichnet die Schulgemeinschaft der Dreißentalschule aus.

Vor Jahren sah es mal recht düster aus im Dreißental ...

Ja, aber vor allem der Wille aller Beteiligten, den Bildungsstandort Oberkochen zukunftsorientiert aufzustellen, hat zu einem Umdenken geführt. Das Zauberwort dafür ist sicherlich die gute Kommunikation mit den Eltern. In vielen Gesprächen ist es uns gelungen, die Eltern mit auf den Weg zu nehmen. Die eine oder andere glückliche Fügung kam hinzu. Die Entscheidung des Schulträgers, am Standort Dreißental zu bauen, kann als Katalysator bezeichnet werden. Das beherzte Handeln von Bürgermeister Traub und dem Gemeinderat zahlt sich jetzt aus.

Wann wird das Dreißental-Schulzentrum komplett sein?

Aktuell gehen wir davon aus, dass der Bildungscampus im Schuljahr 2025/26 fertiggestellt sein wird. Mit dem Neubau, der Sanierung des Bestandsgebäudes, der Sanierung des Backsteingebäudes und dem Neubau der Sport- und Festhalle samt Mensa hat die Stadt dann einen wesentlichen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Bildungslandschaft in Oberkochen geleistet.⋌ ls

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