Ein Blick in die Zukunft der Stadt Oberkochen

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Für Oberkochens Stadtbild und Wirtschaft 2025 hat Peter Traub konkrete Vorstellungen.
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  Seit fast dreißig Jahren ist Peter Traub Bürgermeister. Was er bis Dezember 2025 anpacken will.

Oberkochen. Bis dahin steht ja noch eine überbordende Liste an Aufgaben ins Haus“, lacht Bürgermeister Peter Traub. Aufgaben und Projekte, die entweder bereits laufen und bis dahin abgearbeitet oder als neue Aufgaben und Maßnahmen ins Laufen gebracht werden müssen.

Ein Blick auf die aktualisierte Liste zeigt, dass es dem Rathaus-Team gewiss nicht langweilig werden wird. Die laufenden Großprojekte sind bekannt: Schulzentrum, Neubau der  Dreißentalhalle, Umbau Tiersteinschule, Neubau Sportzentrum mit Hallenbad und Sporthalle, Sozialstation mit Tagespflege und betreuten Wohnungen, Aufbau eines  Nahwärmenetzes mit der GEO, Umbau Anschlussstelle B 19 Oberkochen-Süd, Gewerbegebiet Süd III im Zuge des Hensoldt-Neubaus sowie die Forschungs- und Entwicklungskooperation mit dem Fraunhofer Institut.

Innenstadtkonzept im Fokus

Daneben will Traub den Fokus legen auf  die Erarbeitung eines Konzepts für die Innenstadt  - insbesondere für die ehemaligen Gasthäuser „Lamm“ und „Ochsen“ sowie für einen Neubau des Gebäudes Heidenheimer Straße 5 (ehemals „Elektra“).

Ob das Projekt „Heidenheimer Straße 5“ bis 2025 gelingen werde, könne man momentan noch nicht sagen, weil „uns die laufenden Projekte vollkommen in Beschlag nehmen“, schildert Traub die aktuelle Situation. Die Grundlage für einen dortigen Neubau wolle er aber  in jedem Fall schaffen.

Auf jeden Fall solle es bis 2025 gelungen sein, die komplette Infrastruktur Oberkochens zu erneuern und zu modernisieren. Dies sei ein beachtliches Ziel, denn nicht immer sei die Finanzsituation der Stadt so gut wie heute gewesen. „Die Hälfte meiner fast dreißigjährigen Amtszeit war von Sparprogrammen, knappen Finanzmitteln und dem Sanieren maroder Infrastruktur geprägt“, blickt der Bürgermeister zurück. Erst in den letzten zehn Jahren habe sich die Finanzsituation deutlich verbessert.

Das meiste Geld habe die Stadt in Schulen und Kinderbetreuung investiert. Das Bauen von Gebäuden sei aber nicht die Kernaufgabe und auch kein Selbstzweck gewesen, dahinter hätten langfristige strategische Überlegungen gesteckt, führt Traub im Gespräch mit dieser Zeitung aus.

Attraktiv für Familien und Firmen

Der Erhalt einer guten Schulinfrastruktur trotz sinkender Schülerzahlen etwa, um Oberkochen als Schulstandort für die Zukunft sattelfest zu machen oder auch Oberkochen als Wohn und Lebensort für Familien, junge und alte Menschen attraktiv zu machen und Wohnraum zu schaffen. Dazu die Bereiche Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen, Pflegeangebote für alte Menschen, Förderung von Kultur des gesellschaftlichen Lebens. „Wir wollen auch als Standort für weltweit tätige Unternehmen attraktiv sein“, erklärt Bürgermeister Traub. Ein Kernpunkt sei dabei die Sicherung von Arbeitsplätzen und da müssten die Standortfaktoren Passform besitzen.

Dass Oberkochen heute so gut dastehe wie noch nie, sei nicht dem  Zufall zuzuschreiben, sondern „das Ergebnis der Arbeit vieler Beteiligter, auch des Gemeinderats und der Verwaltung. „Und ich denke – in aller Bescheidenheit – dass ich hierzu meinen Beitrag geleistet habe“, fügt Traub hinzu.

Strukturwandel durchlebt

Oberkochen habe binnen seiner Amtszeit einen tiefgreifenden  Strukturwandel erlebt und durchschritten – angefangen von den Schulen und Kindergärten über die Musikschule bis hin zu den großen Arbeitgebern – und vieles habe auf dem Prüfstand gestanden. Traubs Ausblick: „2025 wird Oberkochen auf einem gesicherten, festen und soliden Fundament stehen.“  Allerdings wäre es falsch, sich darauf auszuruhen, denn die Welt werde sich weiterhin verändern und dies in einem immer rasanter werdenden Tempo. Es gehe letztlich  - wie in den vergangenen dreißig Jahren - immer darum, vorausschauend zu agieren.

⋌Lothar Schell

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