Ein Doppel mit Herzblut für den Wald

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Realgenossenschaft Oberkochen dankt zwei rührigen Männern. v.l. Reinhold Vogel, Karl Fischer, Ute Eisele, Michael Eisele, Vorstand Bruno Balle hinten, v.l. Willi Grupp =Rechner) und Karl Wingert (Verwaltungsrat)

Die Realgenossenschaft Oberkochen hat Karl Fischer und Michael Eisele geehrt.

Oberkochen. „Karl Fischer und Michael Eisele haben sich um die Oberkochener Wälder verdient gemacht“, so Vorstand Bruno Balle in einer Feierstunde. Fischer wurde für vierzigjährige Tätigkeit für die „Real“ ausgezeichnet, Eisele musste nach 34 Jahren aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst beenden und wurde verabschiedet. Balle bezeichnete das „Doppel“ als stabilen Faktor in waldlichen Aufgaben. Im April 1981 war Karl Fischer in die Realgenossenschaft eingetreten. Balle attestierte ihm „Liebe und Herzblut für den Wald.“ Seine Mentalität sei von Fleiß und hohem Sachverstand geprägt. Vierzig Jahre Dienst seien in der 155-jährigen Geschichte der Realgenossenschaft eine Seltenheit. Nach einer Lehre als Feinmechaniker und vier Jahren Bundeswehr war Michael Eisele im September 1987 bei der Realgenossenschaft eingestiegen. Mit Akribie und Fleiß habe sich Eisele hochgearbeitet, sagte Balle. 1991 „zimmerte“ er den Forstwirt und anno 2000 absolvierte er mit Erfolg den Lehrgang zum Forstwirtschaftsmeister. Bei der „Real“ wurde er Vorarbeiter und Rottenführer. Diese Funktion übte er zwanzig Jahre lang aus. Balle hob besonders Eiseles hohe Kenntnis bei der Qualifizierung der Nutzhölzer hervor.

Revierförster Reinhold Vogel würdigte den Einsatz der „Wald-Urgesteine.“ Eiseles Wissen um die Holzsortierung sei ein Zugewinn für die Genossenschaft und ihre Mitglieder gewesen. Als Forstwirtschaftsmeister habe er vielen Privaten den Motorsäge-Führerschein ermöglicht. Unvergessen bleibe für ihn das gemeinsame Schaffen mit Karl Fischer in den Wäldern der Real und dies solle auch künftig so bleiben.

Optimistisch zeigte sich Balle beim Blick auf den Wald, der unter dem Klimawandel und der Trockenheit leide. Dank des Einsatzes von Revierförster Vogel gehe der Verkauf der Hölzer problemlos über die Bühne. Auch die Preise hätten sich auf einem stabilen Niveau eingependelt. „Wir haben schwierige Zeiten hinter uns“, sagte Vogel in Bezug auf die marktwirtschaftliche Situation. Mit den zu erzielenden Preisen könne man zufrieden sein. Im Sortiment Fichte liege der Preis bei 105 Euro/Festmeter und bei der Buche befinde man sich auf einem ansteigenden Ast. Sturm Ignaz habe in den Wäldern der Real keine Schäden verursacht.

Während Karl Fischer jetzt mit seiner Frau Gabriele den Ruhestand genießt, hat Michael Eisele eine Stelle bei der Unteren Forstbehörde Schwäbisch Hall in der Sparte Waldpädagogik angetreten. Derzeit ist er dabei, das Zertifikat als Waldpädagoge zu erlangen. ls

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