Ein geschichtsträchtiges Schulhaus wird umgebaut

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Die Altvorderen nannten das um 1900 von der "katholischen Schulgemeinde" erstellte Gebäude wegen seiner roten, verklinkerten Fassade den Fuchsbau - nun wird es umgebaut.
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Warum das Rote Backsteingebäude in Oberkochen eine wichtige Rolle in der Kinderbetreuung spielt.

Oberkochen. Der vierte Bauabschnitt im Rahmen des Ausbaus des Schulzentrums im Dreißental steht ins Haus. Die Folge: Ein geschichtsträchtiges Schulhaus wird umgebaut - und zwar das um 1900 von der „katholischen Schulgemeinde“ erstellte Gebäude. das wegen seiner roten, verklinkerten Fassade auch „Fuchsbau“ genannt wurde. Dort ist derzeit die Musikschule Oberkochen-Königsbronn zu Hause.

Ein Jahr Sanierungszeit

Wenn am 1. September die Sanierung des Backsteingebäudes beginnt, ziehen Musikschule und Sonnenbergschule um ins ehemalige Tiersteingebäude. Ein Jahr Sanierungszeit ist vorgesehen und zum Schuljahresbeginn 2023/2024 sollen dort vier Hortgruppen einziehen. Die Nachfrage nach Schulkind-Betreuung, so Bürgermeister Peter Traub, steige kontinuierlich an.

Der Bau einer Mensa und der Neubau Dreißentalhalle werden folgen, dann ist das Dreißental-Schulzentrum komplettiert.

Auf kurzen Wegen von der Schule zum Hort, dies sei ein wichtiges Argument für Eltern bei der Schulwahl, betont Architekt Mathis Tröster. Das Junktim zwischen Schule, Hort, Mensa und Halle sieht auch Stadtbaumeister Johannes Thalheimer als „absoluten Idealfall.“ Die Mensa steht dann den zirka 550 Schülerinnen und Schülern wie auch den Hortkindern zur Verfügung mit einer Kapazität von sieben- bis achthundert Mahlzeiten. Zur Überbrückung wird ab den Sommerferien im Dreißental ein Mensa-Container aufgestellt.

Bürgermeister Peter Traub verweist auf die Pläne des Bundes und der Ländern, zukünftig einen Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern zu schaffen. Bund und Länder bestellten, die Kommunen müssten wohl einen Großteil der Finanzierung stemmen. „Wir können in Oberkochen allerdings auf die bestehenden Strukturen zurückgreifen“, so Traub auf Nachfrage dieser Zeitung. Diese Strukturen seien mit dem Schülerhort schon vor Jahren geschaffen worden. Mit Weitsicht und viel Geld habe man nicht nur die Ganztagesbetreuung für Krippen- und Vorschulkinder ausgebaut, sondern auch für die Schulkind-Betreuung für Grundschüler. „Das kommt uns jetzt zugute“, unterstreicht der Bürgermeister. Die Grundschulkind-Betreuung biete den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder ganztägig und ganzjährig und auch während der Schulferien betreuen zu lassen. Damit gehe es um ein weiteres Segment zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Lothar Schell

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