Ein grünes Ei, ein Grill und der Genuss im „Vilotel“ in Oberkochen

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Ein Prosit auf den realisierten Traum! Birgitt und Michael Mönch haben 2018 das „Vilotel“ in Oberkochen eröffnet. Nachhaltigkeit ist das Ziel der beiden. Im Restaurant werden deshalb vor allem Speisen aus regionalen Produkten serviert. Foto: hag
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Das Oberkochener Restaurant ist im Gourmetführer „Gusto“ mit fünf Pfannen bewertet. Was das „Vilotel“ auszeichnet und welche Spezialitäten auf der Speisekarte stehen.

Oberkochen

Es ist das Hotel mit Restaurant am Ort. Doch das Business-Hotel „Vilotel„ in Oberkochen bietet auf vier Etagen viel mehr als eine moderne Unterkunft für Geschäftsreisende und Touristen. Die beiden Geschäftsführer Michael und Birgitt Mönch haben mit gehobener Küche und regionalen Produkten dem zugehörigen Restaurant im Erdgeschoss ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt. Mit Erfolg. Das „Vilotel„ hat es in den Restaurantführer „Gusto“ geschafft – wie unter anderem das „ursprung“ in Zang oder der „Adler“ in Rosenberg.

Seit vier Jahren empfangen das Hotelier-Ehepaar Michael und Birgitt Mönch Gäste in direkter Nachbarschaft des Rathauses Gäste aus aller Welt. Auch im Restaurant spiegelt sich die Internationalität wieder. Das bestätigt scheinbar auch der Blick auf die Speisekarte. So finden sich dort „Taco Rolle“ mit Chili-Feta, Chimichurri-Soße und Süßkartoffel als Vorspeise ebenso wie „Ravioli“ mit Chorizo, Kräutersaitling und Parmesan als Hauptgericht. Die Namen aber täuschen. Denn im Mittelpunkt der Speisen, die Küchenchef Johannes Bischof mit seinem Team in der Küche zubereitet, stehen Zutaten aus der Region.

Lokale Lieferanten

„Wir verarbeiten nur frische Lebensmittel in bester Qualität von regionalen Lieferanten“, versichert  Johannes Bischof, der bei Sterneköchen gelernt hat. „Es geht uns darum, nachhaltig zu sein“, sagt Michael Mönch. Dass das gelingt, zeige, so Mönch, die Zertifizierung des „Vilotels“ mit dem vierten von fünf Leveln durch das in der Hotelbranche bekannte „Green Sign“-Institut. Nachhaltig zu sein bedeute, dass unter anderem die Bäckerei Gnaier Brot und Brötchen oder die Fischzucht Fischböck am Kocherursprung Forellen und Saiblinge liefern, so der Hotelier weiter.

Spezialitäten

Den Bachsaibling aus der Oberkochener Fischzucht gilt als eine Spezialität des Restaurants. „Wir servieren den Fisch mit der für Sardinien bekannte Pasta Fregola Sarda“, sagt Michael Mönch. Diese werde mit Himbeere und Basilikum abgestimmt. Säure und Frucht bringe dann der Passionsfruchtsud.

„Bei unseren internationalen Gästen kommen die regionalen Speisen und Getränke wie das Bier von Königsbräu aus Heidenheim immer sehr gut an“, erzählt Mönch und macht gleich weiter Appetit auf noch ein Gericht: die Rinderbacke. Die gare der Küchenchef Sous vide – im Vakuum 48 Stunden lang bei 54 Grad. Das Fleisch werde dabei butterweich und zart. Ab Herbst gebe es die Rinderbacke mit Petersilienwurzelpüree und frischem Gemüse. „Auf die selbst gemacht und zwei Tage lang eingekochte Soße ist Johannes immer besonders stolz und manchmal auch ein bisschen geizig damit“, berichtet Mönch aus der Küche.

Konstanten der Karte sind die Steakspezialitäten. Gegrillt mit heimischer Holzkohle auf einem grünen Ei – dem Big Green Egg.

Das „Big Green Egg“

Das ist, so Mönch, ein Outdoor-Keramikgrill, Backofen und Barbecue-Grill gleichermaßen. „Der hält Temperaturen bis zu 400 Grad über viele Stunden“, beschreibt Bischof das „Ei“. Dadurch lasse sich der Garprozess von Zutaten und Gerichten sehr gut kontrollieren.

Garnelen und Pekannuss

Ansonsten wechseln die Speisen auf der Karte alle drei Monate. Aktuell dominieren sommerliche „Themen“ – beim „Einstieg“, der „Hauptsache“ sowie zum „Löffeln“. Die Karte sprüht vor kulinarischen Glanzlichtern: die Salatbowl mit gebratenem Roastbeef, Feta und gegrillter Melone mit Limetten-Minz-Dressing; der Garnelen-Burger mit gegrillter Ananas, Chili-Mayonnaise, Frühlingszwiebel und Rucola; das gebeizte Zanderfilet mit Aprikose, Limettenjoghurt, Buttermilch und karamellisierter Pekannuss.

Das Wohnzimmer

All das serviert das Team um Johannes Bischof im „Wohnzimmer“ mit Tischen und Coach, Bar und Lounge. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen“, ist sich das Hotelier-Ehepaar Mönch einig.

So haben die beiden ihr Restaurant modern schlicht konzipiert. Klare Formen an großen Fenstern, die den Blick nach außen freigeben, im Innern aber ein lockeres, wohnliches Ambiente erzeugen. „In den Hotelzimmern wird geschlafen – im Wohnzimmer stehen Kontakte, Gespräche und vor allem eine moderne Genusskultur im Fokus“, sagt der Hotelier.

Ein Fünf-Gänge-Menü

Dazu passt auch ein wechselndes exquisites Menü – wahlweise mit fünf, vier oder drei Gängen. „Wir haben da regelrecht Fans dafür“, erzählt Birgitt Mönch. Die gelernte Köchin spricht gar von einer „Szene“, die regelmäßig Tische für die hochwertigen Menüs bucht. Auch diese Menüs seien Anlass dafür, dass ihr Restaurant im unabhängigen Restaurantführer „Gusto“ aktuell mit fünf Pfannen bewertet sei.

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Gut zu wissen – jedes Vierteljahr eine neue Speisekarte

Die beiden Hotelfachleute Birgitt und Michael Mönch haben im Oktober 2018 das „Vilotel„ eröffnet. Der Hotelier war bis dahin bei internationalen Hotelketten wie den NH-Hotels, Accor und Best Western tätig; Birgitt Mönch war 20 Jahre lang selbstständig und hatte eine Vermittlungs- und Eventagentur.  Küchenchef ist Johannes Bischof, der auf seiner Reise durch die Gastronomie, wie er sagt, „von einigen der besten Köche, wie Andreas Caminada  und Jörg Sackmann, profitiert hat“.

Der Renner: der Burger Vilotel; 200 g Schwäbisch Hällisches Rindfleisch, Speck, Tomatensalsa Salat, Zwiebel, Cheddar, Pommes; 18 Euro;

Das teuerste Gericht: Büffel Bill's Filet-Steak vom italienischen Wasserbüffel mit Naturpommes, Kräuterbutter und Tomaten-Aprikosen-Salsa, Big Cut (350 g), 52 Euro

Das günstigste Gericht: frischer Marktsalat mit Balsamico Dressing, 7 Euro

Das Schmankerl: das Fünf-Gänge-Highlight-Menü mit Kalbstatar, Bouillabaisse, Ravioli, Kalbsrückensteak oder Saiblingsfilet sowie Cheesecake-Creme mit Rosmarin-Eis; 69 Euro

Besonderheit: Die Speisekarte wechselt alle drei Monate.

Sitzplätze: 50 im Innern sowie 50 auf der Terrasse

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag jeweils 17.30 Uhr; Sonntag Ruhetag; 35 Mitarbeitende im Hotel und im Restaurant.

Der Küchenchef bereitet das Fleisch für die Burger vor.
Küchenchef Johannes Bischof am Big Green Eye
Hotelgästen schenkt man im Restaurant zu besonderen Anlässen auch speziell Aufmerksamkeit
Die Rezeption
Gemütliches Ambiente im Restaurant
Das Vilotel
Klares Design kennzeichnet das Restaurant
Der Blick nach draußen durch die großen Fensterflächen
Mario Hinkel (links) und Küchenchef Johannes Bischof
Anita Mulko an der Theke
Eine Aufmerksamkeit des Hauses
Der Blick ins Restaurant

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