Ein salomonischer Beschluss

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Bauherren in der Lenzhalde wurde das Einvernehmen vorläufig versagt.

Oberkochen. Das Einvernehmen war bereits in der Januar-Sitzung des Technischen Ausschusses versagt worden. Ein Baukontrolleur des Landratsamts hatte festgestellt, dass im rückwärtigen Bereich des Grundstücks eine Stützmauer aus L-Steinen mit entsprechender Erdauffüllung erstellt wurde.

Laut Sitzungsvorlage war avisiert worden, dass die Genehmigung für das Bauvorhaben komplett versagt wird. Hauptproblem an der ganzen Geschichte ist, dass unter der Stützmauer ein recht tiefliegender Kanal liegt. „Wir wollen hier zwei Augen zudrücken, wie wir es jüngst auch beim Bauherrn im Tiersteinweg getan haben“, meinte Bürgermeister Peter Traub.

Fakt sei nun aber, dass die bereits stehende Mauer auf einem Abwasserkanal steht, der notariell gesichert sei und nicht überbaut werden dürfe. Wenn dieser marode sei und ausgewechselt werden müsse, könne man eine Sanierung von oben nur schwer realisieren.

Traub schlug vor, jetzt – sofern möglich - den Kanal im Inliner-Verfahren zu überprüfen. „Es geht um die Entwässerung und da könnten wir ein großes Problem bekommen“, erklärte der Bürgermeister. Zudem habe man die Befürchtung, dass bei Schaffung eines Präzedenzfalls auch Nachbarn eine Überbauung des Kanals ins Auge fassten und dieser wegen zu großer Lasten einbrechen könne.

Lothar Schell

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