Eine halbe Million Euro für die Behelfsausfahrt

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B19 Anschlussstelle Oberkochen Süd.
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  Warum dieser Bau wegen der „Anschlussstelle B 19 Oberkochen Süd“ von Bedeutung ist.   

Oberkochen.  Die Investition für den geplanten Kreisel an der B 19 Oberkochen Süd beläuft sich auf zirka zwölf Millionen Euro und wird gemäß eines Kostenschlüssels von Bund, Land, dem Ostalbkreis und dem Zweckverband „Interkommunales Gewerbegebiet“ finanziert.

Jetzt ging es im Ausschuss um eine Zwischenlösung zur Verbesserung der Rückstauproblematik im Bereich der Rampe Süd bzw. der B 19 auf Höhe der Firma Carl Zeiss. Hierfür war eine Sonderverkehrsschau durchgeführt worden. Im Ergebnis schlät die Verkehrsschau einen aus Fahrtrichtung Heidenheim kommenden Bypass in Richtung  Rudolf-Eber-Straße vor. Zur Vermeidung eines Rückstaus müsse die Ausfahrspur aus Richtung Heidenheim entsprechend verlängert sowie eine ausreichend lang dimensionierte Verzögerungsstrecke im Anschluss an die Fahrspur hergestellt werden.

Ergänzend zu dem Bypass und den dazugehörigen Verzögerungs- und Ausfahrtstreifen ist im Zuge der K 3292 aus Richtung Oberkochen eine Lichtsignalanlage in Form einer Lückenampel geplant, die den aus Oberkochen kommenden Verkehr im Bedarfsfall kurzzeitig reguliert, was im Umkehrschluss zu einer Verbesserung der Gesamtsituation im Zusammenhang mit dem geplanten Bypass führen  soll.

Zum Zeitpunkt: Die Umsetzung der geplanten  Zwischenlösung soll spätestens bis zum Beginn der Baumaßnahme der großen Kreisverkehrsanlage  an der Südrampe realisiert werden. Wie zu hören war, strebt die  Stadtverwaltung den Umsetzungstermin bis Ende 2022 an. 

Stadtbaumeister Johannes Thalheimer bezifferte die zu erwartenden Kosten für die Behelfsausfahrt auf eine halbe Million Euro.

Wunsch von Zeiss

Hier gelte derselbe Kostenschlüssel wie bei der großen  Baumaßnahme der Kreisverkehrsanlage, fügte Bürgermeister Traub hinzu.

Die Firma Carl Zeiss habe sich diese Zwischenlösung gewünscht. Das Unternehmen erwarte mehr Verkehr, wenn bis Herbst die Home Office-Lösung verringert werde.

Auf Nachfrage von Richard Burger betonte Thalheimer, dass die Gemeinde Königsbronn in die Gespräche involviert sei. Derzeit lägen mehrere Varianten auf dem Tisch, die dann auch mit der Nachbargemeinde diskutiert würden. Robert Ness befürchtete Rückstaus auf der Verzögerungsspur, weil viele Autofahrer wohl nicht bis zum Kreisverkehr durchfahren würden. Auf jeden Fall dürfe die Behelfsausfahrt erst in Angriff genommen werden, wenn der Kreisverkehr gebaut werde. Stadtbaumeister Thalheimer berichtete von einer Vereinbarung mit dem Landratsamt, dass die Behelfsausfahrt fertig sein müsse, wenn mit dem Bau des neuen Kreisverkehrs im Frühjahr 2023 begonnen werde. Lothar Schell

Nach diesem Plan soll der Kreisverkehr an der Anschlussstelle Oberkochen Süd umgebaut werden. Die Kosten für die Realsierung werden auf 15 Millionen Euro geschätzt.

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