Eine putzmuntere Nachwuchs-Wehr

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Die Nachwuchs-Wehr in Oberkochen.
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Schon wieder acht „Aufsteiger“ in die aktive Wehr: Wie die Rekrutierung der Freiwilligen Feuerwehr seit vielen Jahren erfolgreich gelingt. Die Schwäpo auf Besuch bei der Jugendwehr.

Oberkochen

Ja, bei uns ist es um den Nachwuchs gut bestellt, das ist ein richtiges Pfund“, sagt Kommandant Bernd Betzler und Jugendleiter Niklas Kuban fügt hinzu: „Es macht Spaß, die Kinder und Jugendlichen auf ihre Feuerwehr-Zukunft vorzubereiten.“

Seit Oktober vergangenen Jahres ist Kuban als Nachfolger von Stefan Leopold Jugendleiter. Niklas Kuban kam schon mit zehn Lenzen zur Wehr, das ist das Mindestalter für die Aufnahme. Mit siebzehn hat er die Grundausbildung absolviert und war selbst als Betreuer tätig. „Ich bin so reingerutscht in die Aufgabe als Jugendleiter, aber ich habe das keine Minute bereut“, versichert er.

Acht Mitglieder wechselten in die aktive Feuerwehr

Am Tisch sitzen Katharina Wörz und Franziska Betzler (beide 14) sowie Jonas Betzler (13) und Florian Betzler (12). Sie vertreten sozusagen die Jugendtruppe, die derzeit aus fünfzehn Floriansjüngern besteht. Es wären viel mehr, aber jüngst wurden acht Mitglieder in die aktive Wehr übernommen. „Weiterentwicklung der Wehr-Stärke aus eigener Hand“, sagt Niklas Kuban und Kommandant Bernd Betzler betont, dass über fünfzig Prozent der aktuellen Wehr dem eigenen Nachwuchs entstammt.

„Es macht Spaß, die Kinder und Jugendlichen auf ihre Feuerwehrzukunft vorzubereiten“ Niklas Kuban, Jugendwart der FFW Oberkochen

Alles von der Pike auf zu lernen, sei schon ein Riesenvorteil. Viel einfacher, als wenn man relativ spät zur Feuerwehr stoße, sagt Kuban. Rund achtzehn Übungsabende pro Jahr stehen auf dem Ausbildungsplan. Fürs am Tisch sitzende Jugendfeuerwehr-Quartett ist klar: „Wir wollen mal in der Feuerwehr aktiv sein.“ Katharina Wörz verweist auf die „tolle Mischung aus Spaß, Kameradschaft und Feuerwehrtechnik.“ Die 14-Jährige ist auch im Sanitätsdienst am Gymnasium tätig.

Feuer löschen, Funktechnik, rein ins Feuerwehr-Auto, das ist das Metier von Florian Betzler. Jonas Betzler wurde die Feuerwehr-Begeisterung vom Kommandanten-Vater Bernd Betzler quasi in die Wiege gelegt. „Ich bin einfach praktisch interessiert“, sagt Jonas, der darüber hinaus die Trommel spielt im Spielmannszug der Aalener Wehr.

„Durchhaltevermögen ist entscheidend“, sagt Franziska Betzler, die auf die menschliche und fachliche Qualifikation ihres Jugendleiters schwört. „Es benehmen sich alle gut, wir haben eine prima Gruppendynamik“, stellt Oberfeuerwehrmann und Jugendleiter Niklas Kuban fest.

Da kommt noch schnell der „Benjamin“ der Jung-Floriansjünger eingeschneit, Katharina Neukamm (9), noch in Schnupperstellung, hat klare Vorstellungen: „Mein Papa ist bei der Feuerwehr, ich will das auch.“

Leichte Unruhe kommt jetzt auf, das hat seinen Grund. Auf dem Bauhof ist eine Übung mit viel Wasser angesagt, das passt zur Hitze. Also, nix wie rein in die Feuerwehr-Autos.

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