Eine segensreiche Einrichtung wird 40

+
Foto (Archiv, ls): von links der frühere Geschäftsführer Dietmar Walter, Einsatzleiterin Gisela Neubauer und der aktuelle Geschäftsführer Martin Balle(
  • schließen

Ein Blick in Geschichte und Gegenwart .

Oberkochen. Die Nachbarschaftshilfe wird ihr Jubiläum am Freitag, 8. Oktober, mit einem Festgottesdienst um 17 Uhr in der Versöhnungskirche mit Pfarrer Andreas Macho und Pfarrer Marco Frey sowie einem anschließenden Festakt im Bürgersaal des Rathauses feiern.

Der Eintritt ins Schwabenalter ist auch für die Stadt Oberkochen und die beiden Kirchen als Träger der Einrichtung ein bedeutendes Ereignis. Als der damalige Geschäftsführer Dietmar Walter vor zwei Jahren sein Amt an Martin Balle übergab, sagte er: „Ein dickes Dankeschön an alle, die diese segensreiche Einrichtung unterstützen.“

1981 wurde die Ökumenische Nachbarschaftshilfe in Oberkochen gegründet. Sie entstand aus der Notwendigkeit heraus, hilfsbedürftige Menschen in Oberkochen zu unterstützen. Die Philosophie der Nachbarschaftshilfe ist im Leitbild charakteristisch ausgedrückt: „Hände reichen – Herzen gewinnen.“ Für Menschen da sein, in ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Wenn man Unterstützung braucht bei den täglichen Aufgaben im Haushalt, Begleitung beim Einkauf, spazieren gehen oder bei einem Arztbesuch. Wenn Angehörige gepflegt werden, man aber nicht immer da sein kann oder eben auch, was ganz wichtig ist, wenn man einmal Zeit braucht für eigene Bedürfnisse. Oder eben, wenn es um kurzfristige praktische Hilfen geht mit einer stundenweise Unterstützung für Familien in außergewöhnlichen Situationen: nach der Geburt eines Kindes, bei schwerer Erkrankung eines Familienmitglieds oder bei Tod oder Trennung.

„30 Jahre und kein bisschen müde“, lobte der damalige Geschäftsführer Paul Trittler vor zehn Jahren. Er war es, der sich hohe Verdienste um die Entwicklung der ökumenischen Nachbarschaftshilfe in seiner 20-jährigen Tätigkeit als Geschäftsführer erworben hat. Immer legte er den Fokus darauf, dass es sich dabei um eine ökumenische Einrichtung handelt. Eine der wenigen übrigens in der Diözese mit ökumenischem Gesicht.

Viele Jahre drückte Einsatzleiterin Dagmar Bellmann der ökumenischen Nachbarschaftshilfe den Stempel auf. ‚Als Nachfolgerin trat Gisela Neubauer in ihre Fußstapfen, die auf bewährte Einsatzkräfte bauen kann. Seit 2012 ist sie hauptamtlich angestellt – in Teilzeit – und leitet die Einsätze der zirka 30 ehrenamtlichen Helferinnen. Das Gespräch mit den Menschen stehe im Fokus, das Ausloten von Bedürfnissen und Nöten, Lösungsansätze finden und einfach pragmatisch helfen. „Es geht hier um eine Einrichtung mit Kopf, Herz und Hand“, sagt Geschäftsführer Martin Balle. 2006 erhielt die Ökumenische Nachbarschaftshilfe den Förderpreis im Ehrenamt des CDU-Stadtverbands Oberkochen. Balle lässt nicht außen vor, dass „die Einrichtung gesellschaftlich bedeutsamer ist denn je.“ Lothar Schell

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare