Eintauchen in musikalische Welten

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Hansjörg Fink (Piano) und Gero Körner (Posaune) bei ihrem Konzert „The Art of Duo“ im Foyer des Rathauses. Foto: ls
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Wie das Fink Körner Duo die Besucher bei Oberkochen dell'Arte restlos begeisterte.

Oberkochen. „Ein kleines, elitäres Konzert“, verspricht dell arte-Chef Thomas Ringhofer in seiner Begrüßung. Das Gastspiel in Oberkochen im Rahmen der Süddeutschland-Tournee des Duos war in der Tat elitär vor einem leider kleinen Publikum. Jeder, der nicht da war, hat viel versäumt.

Brillante Musiker

Zwei hochklassige Instrumentalisten, Hansjörg Fink (Posaune) und Gero Körner (Piano), verzahnen sich zu einem Duo, das förmlich in sich zerschmilzt und eintaucht in alle Genres der breit facettierten Musikwelt. Sie „scheuen vor nichts zurück“, widmen sich Jazz-Standards ebenso wie Pop, rhythmischer Musik und bilden weltbekannte Melodien aus der Filmwelt ab. Die Krönung des Konzerts war der Marsch der Zuckerfee aus Tschaikowskis Nussknacker-Suite, der brillant klassisch verjazzt wird.

Aalener Wurzeln

Hansjörg Fink stammt aus Aalen, hat die große weite Welt der Big-Band-Musik erlebt und eine besondere Freude ist es ihm, dass Bürgermeister Peter Traub, „mein Lehrmeister“, unter den Besuchern ist. Seine ersten Sporen hat sich Fink bei „Young Jazz and Rock Honoration“ verdient, wo Peter Traub auch musikalisch tätig war.

Der Auftritt bei Oberkochen dell'Arte war auch deshalb ein Ohrenschmaus, weil sich der Posaunist Hansjörg Fink und Gero Körner als Hasardeur am Flügel blind verstanden. Sie intonieren musikalische Geschichten, denen sie mit genialem Interpretationsgeschick ihren eigenen Stempel aufdrücken. Der Zusammenklang ist genial wie auch die individuellen Interims.

Symphonisch angelegt ist dann der musikalische Trip in den Weltraum auf den Spuren des Raumschiffs Enterprise. Die Balance stimmt auf den Punkt, „The Art of Duo“, so lautet der Titel des Programms, der haargenau passt.

Besonders gut kommt beim Publikum an, dass die beiden trotz ihrer Erfolge in der großen Musik-Szene sympathisch und bodenständig geblieben sind. Zwischendrin erteilen sie interne Instrumentenkunde. Ihre Liebe zur Musik wird deutlich – über alle stilistischen Grenzen hinweg.

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