Erste Spanier angekommen

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Spanische Fachkräfte in Oberkochen:
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Die Stadt Oberkochen will weitere ausländische Fachkräfte für Kinderbetreuungseinrichtungen gewinnen.

Oberkochen. In diesen Tagen konnten Bürgermeister Peter Traub und Amtsleiter Jürgen Rühle pädagogische Fachkräfte aus Spanien willkommen heißen- Hintergrund ist, dass die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) davon ausgeht, dass bis zum Jahr 2025 in den Kinderbetreuungseinrichtungen bundesweit ein Fehlbedarf von weit über 200 000 frühpädagogischen Fachkräften bestehen wird.

„Auch bei uns sind die Auswirkungen schon spürbar“, so Bürgermeister Traub im Gespräch mit dieser Zeitung. Man wolle jetzt dem Fachkräftemangel in diesem Segment rechtzeitig entgegenwirken. Zum einen bilde man seit einigen Jahren viele junge Fachkräfte in den städtischen Kindertagesstätten aus, zum anderen versuche man vermehrt, über Stellenportale und soziale Netzwerke neues Personal zu gewinnen.

„Dies reicht nicht aus, neue Wege der Personalgewinnung müssen beschritten werden“, erklärt der Leiter des Amts für zentrale Angelegenheiten Jürgen Rühle.

Eine Möglichkeit bestehe in der Anwerbung ausländischer Fachkräfte, die in ihrem Heimatland meiste aus wirtschaftlichen Gründen keine passende Stelle fänden. Ab Juni 2022 sollen nun drei spanische Fachkräfte einen sogenannten Anpassungslehrgang in Oberkochen absolvieren mit dem Ziel, langfristig in Deutschland zu bleiben.

Bürgermeister Traub erklärte, dass die Fachkräfte aus Spanien über eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung beziehungsweise über ein Bachelor- und Masterstudium verfügten. Der ab Juni beginnende Anpassungslehrgang sei vom Regierungspräsidium über einen Zeitraum von neun bis zwölf Monaten vorgeschrieben. In den Kinderhäusern werden die Spanier dann die Fachkräfteteams in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützen. Nun fand aktuell die „Schnupperwoche“ statt, um die Kinderhäuser in Oberkochen und deren Teams kennenzulernen.

Bei einer kleinen Stadtführung stellte Rühle den spanischen Gästen ihre „potenzielle neue Heimat“ vor. In Barcelona werden diese ihren Deutsch-Sprachkurs bis zu ihrem Umzug nach Deutschland fortführen.

⋌Lothar Schell 

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