Forscherdrang wiedererwacht

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In der Kreativwerkstatt Oberkochen untersuchen die Miniforscher eine Welt, die mit bloßem Auge nicht zu sehen ist.

Nach achtzehn Monaten Corona bedingter Abstinenz legen die Miniforscher nun wieder los.

Oberkochen. Endlich wieder Leben in der Kreativwerkstatt. Heiß sind nicht nur die Kinder mit ihrem kaum zu bremsenden Tatendrang, auch Götz Hopfensitz und Anton Trittler, die beiden Leiter und ehemaligen Schulmeister, sind nicht minder motiviert. Auf den Tischen stehen die vom Unternehmen Hensoldt gesponserten Stereomikroskope. Heute geht es nämlich auf Forschungsreise in den Mikrokosmos.

Es geht um die Welt der kleinsten Dinge, die man mit den Augen nicht sehen kann. „Wir wollen heute mit den Binokularen die Welt des Mikrokosmos sichtbar machen“, sagt Götz Hopfensitz. Anton Trittler bringt allerhand Exponate herbei. Man untersucht kleine Krebse, geht auf die Spuren von Zuckerkristallen, Salz, einer Cent-Münze oder einem kleinen Stückchen Holz. „Das ist ja richtig spannend, was man da alles sieht“, sagt ein Miniforscher.

Gerade sieht er unterm Stereo-Mikroskop kleine Striche. Er nennt sie Fasern oder Röhrchen. Die beiden Lehrer klären auf, dass dies Röhrchen sind, durch die der Baum Wasser aufnimmt. Naturkunde mit Kopf, Herz und Hand. Eineinhalb Stunden dauert die Reise durch die Welt der kleinsten Dinge und Winzlinge. Ganz so nebenbei lernen die Grundschulkinder den Umgang mit Lupe und Binokular kennen.

Spannend bleibt es in der Kreativwerkstatt bis zum Schluss: Sandkörner werden zu glitzernden Kristallen, kleine Fliegen geraten zu riesigen „Monstern“ und das Brennhaar einer Brennnessel entpuppt sich als „Injektionsspritze.“ Nach der Forschungsreise durch den Mikrokosmos sind die Kinder um einige Geheimnisse reicher. ⋌ls

Info: Am 5. Mai geht´s weiter bei den Miniforschern, Thema ist „Naturkundliches Basteln“ unter dem Motto: „Vom Wildbienenhotel bis zum 3D-Modell aus der Erdgeschichte

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