Freude beim Saunaclub

  • Weitere
    schließen
+
So könnte die Sauna im Sportzentrum in Oberkochen aussehen, wenn die Bauarbeiten erst einmal abgeschlossen sind. Illustration: Schick GmbH (Dominica Smieszek)
  • schließen

Erst am Anfang steht der Bau in der „Schwörz“. Warum sich die Saunisten schon jetzt die Hände reiben.

Oberkochen

Die aktuelle Raumplanung des Architekturbüros Schick aus Karlsruhe für die neue Sauna-Landschaft l mit Materialien und Gestaltungselementen liegt auf dem Tisch. Das Feinste vom Feinen ist geplant mit zwei Saunen und einem Dampfbad. Die Raumplanung sieht vor, die optische Trennung der Saunen und Ruhebereiche vom Rest der Sauna-Landschaft im Bodenbelag wieder zu spiegeln. Eine Augenweide ist die Wandgestaltung. So werden die Erlebnisdusche zum Beispiel mittels einer Fliesenmosaik-Aktzentwand und die Wärmebänke durch ein Mosaik in Grün- und Grautönen hervorgehoben. Ein Hingucker ist der Aufenthaltsbereich, der einen zentralen Platz vorsieht, der mit einem „offenen Kamin“, einer Wärmebank mit Fußwärmebecken und zusätzlichen Sitzgelegenheiten zu einem kommunikativen Ort gestaltet wird. Die beiden Saunen haben bereits einen Namen: „Gartenblick“ und „Rodsteinblick“ – die Heimat beim Schwitzen immer im Visier. Zwei Millionen Euro lässt sich die Stadt das Prunkstück kosten. Kein Pappenstiel, aber der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht.

Bei den Mitgliedern des Saunaclubs, wohlgemerkt einer „Männersauna“, herrscht schon Vorfreude. Zum seit vielen Jahren bestehenden Saunaclub zählen Richard Burger, Ludwig Burghard, Karl Kehrle, Manfred Fischer, Peter Fürst und Reinhold Vogel. „Kollektive Freude“, heißt es von dort. Man sieht es als sichtig an, im neuen Freizeitbad auch eine Sauna im Angebot zu haben, weil dadurch die Attraktivität des Bades erheblich gesteigert werde. Schon im „alten aquafit“ habe die Sauna Gäste aus der Umgebung angezogen.

„Schön und reizvoll“

Richard Burger und Reinhold Vogel hatten im Gemeinderat im Stile einer tibetanischen Gebetsmühle für die neue Sauna geworben. Man sieht in der Runde die Konzeption nicht als überzogen an und auch nicht als „Quantensprung.“ allerdings seien zwei Millionen Euro „schon viel Holz“, gibt man zu. Die neue Sauna sei nicht umfangreicher als die alte, „aber unheimlich schön und reizvoll gestaltet.“ Um das Warmwasserbecken der alten Sauna habe man „richtig kämpfen müssen.“ „Wir sind ein richtig verschworener Haufen“, betont Richard Burger. Die Gruppe treffe sich seit der Eröffnung des „aquafit“ in den 1980er Jahren. Saunieren, ein Pilschen trinken, diskutieren und debattieren über Gott und die Welt, von der Ortspolitik bis zur Weltpolitik oder über den Bundesliga-Fußball. „Nie böse, nie unter der Gürtellinie, immer freundschaftlich und mit Humor“, betont Ludwig Burghard. Aufs Pils müssen die Sauna-Freaks künftig verzichten, es gibt keine Bewirtung. Dann gehe man eben zum „Sauna-Nachschlag“ in den „Pflug“, heißt es in der Runde. So ist zum Beispiel bei runden Geburtstagen, bei Wahlen für ein Vereinsamt oder wenn „ein großer Schwäpo-Bericht erscheint“, ein Rostbratenessen im „Pflug“ fällig. Auch gemeinsame Wanderungen werden unternommen und man hat auch schon die Partnerstadt Dives-sur-mer besucht. So „ganz auf dem Trockenen“ saßen die Saunisten nicht, seit das „aquafit“ geschlossen ist. Man ist ausgewichen in auswärtige Saunen. Die Runde ist sich aber einig: „Die konnten unserer Sauna nicht das Wasser reichen.“ Klar ist, dass der muntere Club die Renaissance in der neuen „Schickeria“ kaum erwarten kann. Ende nächsten Jahres soll es so weit sein….

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL