Friedensperiode muss dauerhaft verankert werden

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CDU-Stadtverbandschef Martin Balle war Hauptredner der Gedenkfeier auf dem Friedhof.
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„Nie wieder Gewalt – nie wieder Krieg“, mahnt CDU-Stadtverbandschef Martin Balle.

Oberkochen. Das friedliebende Deutschland habe nach den Wirren des ersten und des zweiten Weltkriegs in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts einen beachtlichen Aufschwung erlebt, erinnerte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Martin Balle bei der Gedenkfeier auf dem Friedhof. Nie wieder dürfe es Kriegsgemetzel geben, unzählige Familien hätten unsagbares Schicksal erlitten. Jeder Mensch sei gerufen, Verantwortung zu tragen und für alle gelte der Appell: „Nie wieder Gewalt – nie wieder Krieg.“

Mit ganzer Kraft müssten sich die politischen und gesellschaftlichen Verantwortlichen für die Ziele des Grundgesetzes vom 23. Mai 1949 einsetzen. Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht sei eine Erlösung und ein Befreiungsschlag fürs deutsche Volk nach einer dramatischen und schlimmem Zeit gewesen.

Aufbauleistungen, soziale Marktwirtschaft und die Westbindung seien in der Folge souverän und bravourös geleistet worden.

Balle erinnerte daran, dass durch die Evakuierung der Amerikaner viele Wissenschaftler und Fachkräfte von Carl Zeiss aus dem thüringischen Jena auf die Ostalb gebracht worden seien. 1961 sei Oberkochen die zuzugsstärkste Gemeinde im gesamten Land Baden-Württemberg gewesen.

In Oberkochen sei die deutsche Geschichte nach Beendigung der Kriegshandlungen am deutlichsten zu spüren gewesen.

„Der Volkstrauertag ist Besinnung und Erinnerung“, erklärte Balle. Die längste Friedensperiode der Neuzeit müsse erhalten werden. Gemeinsam müsse man auch dafür eintreten, dass Flüchtlinge in ihrer neuen Umgebung Heimat bekommen. Dazu hätten die Vereinten Nationen und die Europäische Union mit der Bundesrepublik einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Auch gebe es zur Europäischen Union keine Alternative. Das gemeinsam Begonnene müsse in einen dauerhaften Friedensprozess münden.

„Gemeinschaftliches Handeln statt nationaler Alleingänge“, appellierte Pfarrer Marco Frey in seinem Gebet. Dabei gehe es auch um den Erhalt der Natur.

Innehalten und nachdenken sei eine Verpflichtung am Volkstrauertag, meinte Bürgermeister Peter Traub. Namens der Stadt, der Soldatenkameradschaft und des VdK wurden Kränze am Mahnmal niedergelegt. Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier vom Musikverein Oberkochen unter Leitung von Hans-Gerd Burr. Lothar Schell

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