Fürs Wohl sozial Benachteiligter

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75 Jahre VdK: 2016 erhielt der VdK den Förderpreis im Ehrenamt der Stadt Oberkochen. Archivfoto: ls

Der Ortsverein Oberkochen des VdK will dieses Jahr auf sein 75-jähriges Bestehen zurückblicken.

Oberkochen. „Wir sind ein gutes Stück Prophylaxe fürs Alter“, sagt der erste Vorsitzende Josef Brunnhuber im Gespräch mit dieser Zeitung. Leider, so fügt der zweite Vorsitzende Günther Heel hinzu, sei die Altersstruktur sehr hoch angesiedelt und Mitgliederwerbung sei wichtiger denn je. „In jungen Jahren denkt man leider zu wenig ans Älterwerden“, erklärt Brunnhuber.

Eigentlich lautet das Jubiläum „75 plus eins“, aber im Vorjahr machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Jubiläumsrechnung. Am 27. November bei einer Adventsfeier im Mühlensaal will der Sozialverband nun sein Jubiläum nachschalten.

Langjährige Mitglieder sollen dabei geehrt werden. Beim Pressegespräch präsentiert das Vorstands-Duo ein Stück Entwicklungsgeschichte. Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, habe es vor allem nach dem Krieg gegeben, als die Menschen froh gewesen seien, im VdK einen Ansprechpartner zu haben. In Oberkochen hatten sich mit Paul Uhl, Emil Helmle, Robert Sauter, Anton Hug, Adolf Wunderle, Albert Siebert und Bruno Metzger allseits bekannte Pioniere zusammengefunden und die Entwicklung des VdK-Ortsverbands forciert. Dass es binnen 75 Jahren nur sieben Vorstände gegeben hat, spricht für Kontinuität im VdK.

Josef Brunnhuber ist als Vereinsfunktionär seit 2009 aktiv – bis 2012 als zweiter und seit 2013 als erster Vorsitzender und „Drahtzieher.“ „Wir wollen ein Anwalt für die Schwachen sein“, betont er. Natürlich war man zwei Jahre lang wegen Corona ziemlich Funkstille, jetzt hoffe man wieder auf mehr Treffs und gezielte Sachvorträge und Beratung mit Unterstützung des Kreisverbands. „Der VdK ist in unserer Stadt eine bärenstarke Gemeinschaft, die unter den heutigen Vorzeichen mehr denn je gebraucht wird“, so Bürgermeister Peter Traub vor dem anstehenden Jubeltag. Die Kernkompetenz sei die Beratung im Sozialrecht. ⋌Lothar Schell

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