Gelungene Öffnung

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Neue Mitte Oberkochen neu
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Der „Goldene Hirsch“ war einmal. Jetzt vielbeachteter Platz.

Oberkochen. Bei schönem Wetter kommen auch viele Auswärtige und Radfahrer nach Oberkochen, um auf dem neuen Kommunikationstreffpunkt das Ambiente zu genießen. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass man dort in herrlicher Umgebung einkehren kann.

Bei anbrechender Dunkelheit ergießt sich der neue Stadtplatz in gleißendes Licht und tagsüber erfreuen sich Kinder und Jugendliche am Nass der Fontänen. Da war doch mal was ganz Nostalgisches. Gemeint ist der „Goldene Hirsch“, die älteste Taverne in Oberkochen. Das Gasthaus war laut dem verstorbenen Lokalhistoriker Dieterich Bantel erstmals 1831 urkundlich nachzuweisen, 1865 hatte man vom Landratsamt die Kommission erhalten für eine Sommer-Speisewirtschaft. 1888 kaufte der Bierbrauer Johann Georg Nagel den Hirsch. Nahezu unverändert blieb der „Goldene Hirsch“ in den beiden letzten Jahrhunderten.

Das Gebäude wurde vor einigen Jahren abgerissen, als sich der Gemeinderat für die „Neue Mitte“ und die Öffnung hin zum Kocher entschieden hatte. Vorangegangen waren Überlegungen, ob man den Platz für ein Wohn- und Geschäftshaus nutzen sollte, was dann aber verworfen wurde. „Ich denke, dass wir das Geld hier sinnvoll genutzt haben“, blickt Bürgermeister Peter Traub zurück. Neben dem von Mustafa Özbey organisierten Biergarten wurde eine direkte Verbindung zum Kocher, zur katholischen Kirche Sankt Peter und Paul und zur Scheerer-Mühle geschaffen. Lothar Schell

Die Mitte in Oberkochen, wie sie einmal ausgesehen hat.

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