Großer Bahnhof für „Ricardo“ Burger

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Richard Burger (3.v.l.) wurde von langjährigen Weggefährten in einem Dankeschön-Abend verabschiedet. Foto: ls

Verabschiedung mit einembewegendenDankeschön-Abend der Oberkochener SPD-Familie.

Oberkochen.   Es ist Stabwechsel. Nach 25 Jahren hört Richard Burger als Ortsvereinsvorsitzender auf. Sein Nachfolger Julius Siebert hat bereits übernommen. Die Genossen haben intern ein tolles Programm für einen Dankeschön-Abend geschmiedet. Langjährige Weggenossen wie Landtagsvizepräsident a.D. Dr. Alfred Geisel, Alt-Bürgermeister Harald Gentsch und Marga Elser sind da, um „unserem Richard die Ehre zu erweisen“.

Den Bürgersaal macht man kurzfristig zum „Burger-Saal“. SPD-Urgestein Dr. Eberhard Irion hat sein Saxofon ausgepackt und präsentiert zusammen mit Reinhold Hirth am Flügel eine musikalische Premiere mit tiefgängigen Arbeiterliedern. „Der Neue begrüßt den Erfahrenen“, sagt Julius Siebert zum Auftakt der Feststunde.

 Irion schildert in seiner Festrede die ersten Annäherungsversuche in seiner damaligen Apotheke. Klar, dass man diesen Jung-Dynamiker und kommunalpolitisch Interessierten an die SPD und die Belange von Oberkochen binden wollte. Vor allem Gerda Böttger und Doris Meisel seien im besten Sinne Drahtzieherinnen gewesen. Die kommunalpolitische Karriere Burgers hatte ihren Anfang genommen: Seit 1989 im Gemeinderat, unter Irion stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, 25 Jahre lang Vorsitzender.

„Hammer-Ergebnisse erzielt“

„Richard Burger stand und steht für gesellschaftliches Miteinander“, erklärte der Festredner. Initiierte und organisierte unzählige Feste, Projekte und Wahlen, den Sozial- und Kulturpreis fürs gesellschaftliche Miteinander und das Stadtcafé, dessen Erlös ganz unterschiedlichen Gruppen und Organisationen gespendet wurde. Es sei Burger immer ein Anliegen gewesen, das soziale Element in der SPD hochzuhalten.  „Ich hoffe, Dir wird der Abnabelungsprozess gelingen“, rief Irion seinem Parteifreund zu. Nicht außen vor ließ er den Dank an Gattin Lilo, die für ihren Richard absoluter Rückhalt und Stütze gewesen sei.

„Du hast Unermessliches geleistet“, eröffnete MdB Leni Breymaier den Reigen der Grußworte. „Ein Mann ehrlicher  Ansagen und klarer Worte, ohne Schnörkel in der Kommunikation“, fügte Breymaier hinzu. SPD-Kreisvorsitzende Sonja Elser schrieb dem „Turbo-Richard“ die Attribute Loyalität, Solidarität, Einsatz, Treue und Freundschaft ins Stammbuch. Elser: „Richard hat für die SPD bei Landtags- und Bundestagswahlen  Wahlen Hammer-Ergebnisse in Oberkochen erzielt.“ Der SPD-Ortsverein in Oberkochen sei im besten Sinne eine Familie. Dr. Alfred Geisel meinte: „Hier war ein Mann am Werk, der sich einer Aufgabe mit Engagement ohnegleichen verschrieben hat.“ Der Ortsverein als Kaderschmiede werde jetzt durch die Nachfolge eines jungen und mutigen Menschen unterstrichen.

Die stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Angelika Möricke verlas einen Brief des Landesvorsitzenden Andreas Stoch. Richard Burger habe zweieinhalb Jahrzehnte im Ortsverein und 32 Jahre im Gemeinderat Überragendes geleistet. Er sei Vorbild gewesen für die Ideale der Sozialdemokratie. „Du warst für mich eine bestechende Persönlichkeit in der SPD und für ganz Oberkochen“, betonte Alt-Bürgermeister Harald Gentsch.

Der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Götz Hopfensitz leitete über zur „Stabübergabe mit Grillzange“ an Julius Siebert. Ein toller Gag von Ulrich Marstaller, Gemeinderat und Pfarrer i.R.,  war der „Blick ins Fernrohr“  für den „Hobby-Astronomen“ Richard Burger: So sah er gar ein neues E-Bike, den Bayern-Fan als Stammgast in der Südkurve, ja er soll auch die Fährte für den christlichen Glauben entdeckt haben. Und in den Sternen sah Marstaller gar anno 2030 eine von „Ricardo Burgera“  eigens gebaute Kirche auf der Heide. Und: mit dem tatsächlich von ihm geplanten „Planetenweg“ werde er sich „einen weltweit bekannten Namen verschaffen“.

Burgers Dankesworte

Nachdem Ehrenvorsitzende Doris Meisel den Burgers namens des Ortsvereins ein „Wellness-Wochenende“ - natürlich inklusive Sauna -  geschenkt hatte, ergriff der Geehrte selbst das Wort. Kurz und  wohltuend knapp dankte er: „Wenn man Freunde um sich hat, funktioniert die Arbeit fast alleine“. Und: „Es ist unbezahlbar, wenn die Familie dahintersteht.“ Lothar Schell

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