Großprojekt im Dreißental

+
Eine Generalsanierung der Tiersteinschule steht an. Sie soll am 15. September starten.
  • schließen

Nur 56 Jahre alt wurde das Grundschul-Kleinod im Hölderlinweg. Warum jetzt eine neue Ära beginnt.

Oberkochen. Wenn man derzeit von den Großprojekten in der Stadt spricht, dann werden das künftige Sportzentrum in der „Schwörz“ und die schulische Großbaustelle im Dreißental genannt. Fast unter geht dabei die Tiersteinschule, wo jetzt eine Generalsanierung ins Haus steht.

Ein langer Schulstreit war in den vergangenen Jahren vorausgegangen, eine Elterninitiative hatte für den Erhalt der Schule gekämpft – ohne Erfolg. Mit Beginn des neuen Schuljahres ziehen die Tiersteinschüler in die Dreißental-Gemeinschaftsschule um. Das Kleinod am Tierstein wird generalsaniert, praktisch erneuert für etwa sieben Millionen Euro. Vielleicht weit mehr, weil die eine oder andere Überraschung die Baukosten noch erhöhen könnte.

Die Einheimischen werden sich erinnern, als 1963 mit dem Bau der Tiersteinschule begonnen wurde. Die Bauzeit betrug zwei Jahre. Am 3. November 1965 liefen mehr als 300 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in einem Festzug von der Dreißentalschule ins neue Schulgebäude am Hölderlinweg.

Oberlehrer Albrecht Gunzenhauser, später Schulrat, wurde 1966 zum neuen Rektor der Schule ernannt und er leitete diese bis 1981, setzte dabei ein klares und richtungsweisendes Profil. Nach einer kommissarischen Leitung durch Gerhard Schönherr zeichnete Anton Nuding, später auch in Diensten des Staatlichen Schulamts Schwäbisch Gmünd, von 1982 bis 1986 für die Geschicke der Schule verantwortlich. Eine Schule, die immer wieder gerne und zu Recht als Kaderschmiede für Muse, Naturwissenschaft und Sport bezeichnet wurde. Unzählig viele Preise bei „Schüler experimentieren“ im Regionalwettbewerb von Carl Zeiss wurden gewonnen und absolut unvergessen bleiben die exquisiten Theater-Aufführungen.

Dieses musische, naturwissenschaftliche und sportliche Profil wurde von Franz Uhl weiterentwickelt und im Miteinander mit seiner „Vize“ Johanna Halka weiter verfeinert. 27 Jahre lang war Franz Uhl Schulleiter am Tierstein. 2013 wurde Eva Bihlmaier seine Nachfolgerin.

Gegenwart und Zukunft ist für die Tiersteinschüler jetzt die Dreißental-Gemeinschaftsschule. So gesehen sind die Baumaßnahmen im Dreißental und die jetzige Generalsanierung der Tiersteinschule im engen Verbund zu sehen. Diese Sanierung ist der dritte Bauabschnitt der „Zeitschiene Dreißental“. Start ist am 15. September und Ende August 2022 soll das neue Gebäude dann fertig sein. Dorthin ziehen dann die städtische Musikschule und das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) der Sonnenbergschule um. Lothar Schell

Zurück zur Übersicht: Oberkochen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare