Grünes Licht für neue Sozialstation

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Hier, auf dem bislang unbebauten Grundstück im Uhlandweg, startet im kommenden Jahr der Bau einer Sozialstation mit Tagespflege und betreuten Wohnungen.
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Im kommenden Jahr soll im Uhlandweg der Bau eines Stützpunkts für die mobile Pflege und betreute Wohnungen in Angriff genommen werden. Worum es geht.

Oberkochen

Ein Dauerbrenner kann nun in die Tat umgesetzt werden. Lang zogen sich die Verhandlungen mit der katholischen Kirchengemeinde bezüglich des Verkaufs des Grundstücks im Uhlandweg hin. Eine Bürgerinitiative preschte dazwischen wegen des Wegfalls des großen Spielplatzes. Und auch der Bebauungsplan musste geändert werden, weil Anrainer wegen „zu dichter und zu hoher Bebauung“ moniert hatten.

2022 kann nun der Bau einer Sozialstation mit Tagespflege und betreuten Wohnungen starten. In Zusammenarbeit mit der katholischen Sozialstation Sankt Martin und der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul soll auf zwei Grundstücken im Uhlandweg ein Stützpunkt für die mobile Pflege und insgesamt 44 Wohnungen entstehen, von denen ein großer Teil für betreutes Wohnen vorgesehen ist.

Voraussetzungen sind erfüllt

Im Zuge dieses gemeinsamen Projekts soll es älteren Menschen ermöglicht werden, selbstbestimmt dort zu wohnen, aber im Bedarfsfall pflegerische Hilfe der Sozialstation in Anspruch nehmen zu können. Damit wird in Oberkochen eine Lücke bei der ambulanten Hilfe geschlossen und dem wachsenden Bedarf an mobilen Pflegeleistungen nachgekommen. Weil zwischen den drei Projektbeteiligten einvernehmliche Entscheidungen getroffen, und die jeweiligen Gremien einbezogen werden mussten, zogen sich die Verhandlungen in die Länge. Verschiedene Interessen mussten unter einen Hut gebracht werden. Nun ist der Deckel drauf.

Allseits Zustimmung

Sowohl der katholische Kirchengemeinderat als auch das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben dem Grundstücksverkauf an die Stadtwerke Oberkochen GmbH zugestimmt. Auch die Gesellschafterversammlung der Katholischen Sozialstation St. Martin hat im Grundsatz bereits grünes Licht gegeben. Stadt und Stadtwerke GmbH haben ihrerseits mit der Erstellung einer Entwurfsplanung und der Änderung des Bebauungsplans „Bühl-Gutenbach-Tierstein“ die planerischen Voraussetzungen für das gemeinsame Großprojekt erfüllt.

Doch alle Wünsche der Anrainer im Nelkenweg und im Primelweg konnten nicht berücksichtigt werden. „Das liegt in der Natur der Sache, vor allem, wenn die Interessen diametral entgegenstehen“, betont Bürgermeister Peter Traub und er fügt hinzu: „Ich denke aber, dass mit den jetzigen Planungen ein angemessener Interessenausgleich gefunden wurde.“

Auf zwei Grundstücken im Uhlandweg soll 2022 ein Stützpunkt für die mobile Pflege und 44 Wohnungen entstehen. Investitionskosten: ca. 15,1 Millionen Euro. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein.

Ich denke, dass mit dieser Planung ein angemessener Interessenausgleich gefunden wurde.“

Peter Traub, Bürgermeister

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