Grünes Licht fürs Gewerbegebiet

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Blick auf Teile des Gewerbegebiets Oberkochen Süd II mit YG-1 (im Vordergrund). Das geplante Gewerbegebiet Oberkochen Süd III schließt sich ab dem Weg an. Die Firma Hensoldt hat jetzt die für YG-1 bisher reservierte Freifläche gekauft und plant darauf so
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Der Satzungsbeschluss fürs Gewerbegebiet „Oberkochen-Süd III“ sowie die Genehmigung für die Ausführungsplanung auf der Tagesordnung ist gefasst.

Oberkochen

Sage und schreibe 749 Seiten umfassten die Sitzungsunterlagen, mit denen sich die Räte zu befassen hatten und die Diplom-Ingenieur Joachim Zorn von den Stadtlandingenieuren aus Ellwangen vorstellte.

Im Vorfeld der Erschließung sind umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, um die im Bebauungsplan ausgewiesenen Gewerbeflächen nutzbar zu machen. Hierzu muss eine Terrassierung mit teilweiser Bodenverbesserung im gesamten Bereich der künftigen Gewerbefläche vorgenommen werden. Hangseitig sind Abgrabungen und talseitig Aufschüttungen erforderlich, um die benötigten Bauflächen inklusive der Erschließungsstraße herstellen zu können. Die dadurch entstehenden Hangböschungen auf der Ostseite des Plangebiets erreichen Höhen von mehr als fünf Meter, vereinzelt sind sogar Böschungshöhen von zirka fünfzehn Meter erforderlich.

Enorme Erdbewegungen

Insgesamt müssen im Zuge der Erschließung rund 103 000 Kubikmeter Erdmassen abgetragen und zirka 25 000 Kubikmeter verbessert eingebaut werden. In der Bilanz wird dies ein Massenüberschuss von 78 000 Kubikmeter sein, der abtransportiert werden muss. Um während der Geländemodellierung eine Beeinträchtigung des westlich des Gebiets verlaufenden „Schwarzen Kocher“ zu vermeiden, ist im Zuge des Erdbaus ein temporäres Absetzbecken mit einem Retentionsvolumen von 150 Kubikmeter vorgesehen.

Die Entwässerung des Gewerbegebiets „Oberkochen-Süd III“ soll wie in den angrenzenden Gewerbeflächen im modifizierten Mischsystem erfolgen. Ein wichtiger Fixpunkt ist die Kombination von Regenwasserrückhaltung und Löschwasserbevorratung.

Die Regenwasserrückhaltung und die gedrosselte Ableitung zum Vorfluter wird hauptsächlich über ein neues, zentrales Becken am nördlichen Gebietsrand erfolgen. Das bestehende RÜB am Nordrand des Gewerbegebiets wird zurückgebaut. Das neue Becken hat ein Rückhaltevolumen von achthundert Kubikmeter. Die Wasserversorgung soll über eine Erweiterung des bestehenden Netzes sichergestellt werden. Auch hier Rekordmaße: 350 Meter Wasserleitungen werden verlegt. Zusätzlich wird über den Wasserhochbehälter „Eßhalde“ eine weitere Löschwasserbevorratung zur Verfügung gestellt.

Die Erschließungsarbeiten werden in zwei Bauabschnitten erfolgen – Ausführungsbeginn Mai bzw. Juni. Das Ausführungsende ist für Dezember dieses Jahres terminiert. Die Gesamtherstellungskosten sollen bei 7,7 Millionen Euro liegen.

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